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Der Hund, seine verschiedenen Zuchten und Varietäten, Geschichte seiner Verbreitung und Schicksale, Erziehung, Benutzung, Krankheiten und Feinde / von Friedrich Ludwig Walther
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behrlichſten und nuͤtzlichſten Hunde beim Jagen, und

ein Jaͤger, der dieſen Hund vollkommen zu dreſſiren weiß, wird hirſchgerecht genannt. Den Namen Leit⸗ hund fuͤhrt er davon, weil er waͤhrend ſeiner Arbeit, an einem langen Riemen(Haͤngeſeil) geleitet wird. Das Abrichten, welches bei dieſem Hund Arbeiten

heißt, geſchieht von der Mitte des Jun. an bis zu

Ende des Jul. und dieſe Zeit heißt die Behaͤngzeit. Man gewoͤhnt ſie von Jugend an ſtumm zu ſeyn, das iſt, nicht zu bellen, oder laut zu werden, wodurch ſie das Wild verſcheuchen wuͤrden.

g) avicularius, der vorſtehende H. Pennant 249. Sukow 241. Encycl. 375. u. Sylvan. Marburg 1813. S. 23 47.

Mit ſtarkem Oberkopf, breiter Stir⸗ ne, lebhaften, reinen nußbraunen Augen, breiter Naſe, groſen weit geoffneten Naſenloͤchern, breiten, lang herabhäaͤngenden Ohren, brei⸗ ter Bruſt, ſtarkem aber nicht plum⸗ bem Knochenbau.

Ebenfalls ein wichtiger Hund fuͤr den Jaͤger, deſ⸗ ſen Dreſſur ſich in die Stuben⸗Dreſſur und Feld⸗ Dreſſur theilt. Dabei beſteht die Kunſt ſeines Lehrers darinn, daß er ſich dem Hund verſtaͤndlich zu machen weiß, ihn zur rechten Zeit lobt und ſtraft, und ihn nicht ermuͤbet. Ueber 10 bis 15 Minuten ſoll die Dreſ⸗ ſur nicht fortgeſetzt werden, ſonſt wird der Hund un⸗ gedultig. In der ganzen Zwiſchenzeit des Unterrichtes muß der Hund auf dem Stall geſperrt ſeyn, der Herr muß ihn ganz allein fuͤttern, damit er Liebe und Zu⸗ trauen zu ihm gewinnt. Alle Tage nimmt man die Uebung zweimahl mit ihm vor, Vormittags vor dem Abfuͤttern, und des Nachmittags. Dabei ſoll Nie⸗ mand anders zugegen ſeyn, ſonſt ſucht der Hund Schutz bei dieſem, und verliehrt ſeine Aufmerkſamkeit. Das Apportiren iſt das Erſte, was er lernen muß, dann lehrt man ihn ſich aufzuſtellen und das Appor⸗ tirte abzugeben. Aber die vorzuͤglichſte Aufmerkſamkeit muß auf das Appell gerichtet werden. Dann geht man