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Der Hund, seine verschiedenen Zuchten und Varietäten, Geschichte seiner Verbreitung und Schicksale, Erziehung, Benutzung, Krankheiten und Feinde / von Friedrich Ludwig Walther
Entstehung
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Der Stammhund hat ſich alſo nach Pallas Be⸗ merkung bei den Calmucken zu einer ſehr ſchoͤnen Ge⸗ Kalt veredelt.

c) pyrenaicus, der Pyrenaͤiſche Hund. Gros, zottig und ſtark.

Auf den Pyrenaͤen. Iſt noch nicht phyſiographiſch beſchrieben. Unſre Leute lernten ihn auf ihren Heer⸗ zuͤgen nach Spanien kennen. Ein einziger bewacht die ganze Heerde gegen den Wolf, geht ihm beherzt ent⸗ gegen, nnd jagt ihn in die Flucht.*)

d) novae Hollandiae, der Din 9 o.

Mit kurzen, aufrechten, ſcharf zu⸗ deſyi 3ten Ohren und einem Fuchs⸗ 4 o p 4

Auf Neu⸗Holland. Oben blaß⸗ braun, gegen den Bauch zu heller. Der Hintertheil der Vorderbeine, und der Vordertheil der Hinterbeine ſind weiß. Die Haare kurz, dick und dicht. Der Schwanz buſchig, doch nicht ſo ſehr als am Fuchs. Seine kaͤnge beträgt 2 ½ Fuß, die Hoͤhe faſt 2 Fuß, der Schwanz iſt ohn⸗ gefaͤhr x des Koͤrpers lang. Er reißt zahme und wilde Thiere nieder und frißt ſie. Man hat einige Stuͤcke nach England gebracht, aber ſie waren auſſer⸗ ordentlich wild, und man ſah ihnen gar nicht an, daß ſie Hausthiere waren. Sie brummen und bellen nicht, ſondern ſtraͤuben blos die Haare. Ihre Behendigkeit iſt groß. Gekochte Speiſen ruͤhren ſie nicht an. Dieſe

Art wird fuͤr den Stammhund der Neuhollaͤndiſchen

gehalten.

fahren konnte. Dralet in ſeiner Deſcription des Pyre- nées, à Paris 1813. ſagt I. 242. blos von ihnen re-

marquables par leur enorme ſtature, la blanchenr

de leur robe, et le volume de leur voix. Il eſt de ces animaux qui ne ceſſent, pendant toute la nnit de faire retentir les echos de leur aboiement. La bete feroche ſ'approche-t- elle du troupeau? ſi c'eft un loup un ſeul chien ofſe le defier: il en faut deux ou trois pour reſiſter aux attaques des Ours.

*) Dieß iſt Altes, was ich durch unſre Leute von dieſem Hund er⸗