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Der Hund, seine verschiedenen Zuchten und Varietäten, Geschichte seiner Verbreitung und Schicksale, Erziehung, Benutzung, Krankheiten und Feinde / von Friedrich Ludwig Walther
Entstehung
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ſagt XXIX. 31. editio Harduini. II. pag. 510.: Eſt vermiculus in lingua canum qui vocatur a Graecis Lytta, quo exemto infantibus catulis, nec rabedi Funt, nec faſtidium ſentiunt.

Die Augen des Hundes ſtehen faſt immer ein wenig ſchief, und haben im innern Winkel eine kleine Nickhaur. Die Ohren ſind mehr oder weniger zugeſpizt, bei einigen Arten voͤllig abgerundet. Sie ſtehen fer⸗ ner aufrecht, oder haͤngen herab, oder haͤngen nur an der Spitze uͤber. Bei Einigen ſind ſie glatt und kurz, bei andern dicht behaart und lang, ſehr beweglich. Der obere Rand der Gehoͤroͤffnung iſt umgebogen, der hintere Rand zweifach, der dritte dreifach. 4

Im Geſichte ſtehen ſieben mit Haaren bewach⸗ ſene Warzen. 4

Der Hals iſt rund, beinahe ſo lang als der Kopf.

Der Leib iſt faſt rund ſo weit als die Bruſt geht, dann faͤllt er nach Hinten zu mehr oder weniger ab, und iſt da bei manchen Arten ganz eingezogen. Die Lunge derjenigen Hunde, welche ſehr ſchnell laufen, iſt ſehr gros, und ganz beſonders feſt gebaut.

Die hintere Beine ſind hoͤher als die Vordern.

Den Schwanz traͤgt der Hund mehr oder weni⸗

ger wagrecht, oder in die Hoͤhe nach der rechten Seite oder auch nach der linken gebogen.

Der Koͤrper iſt mit Haaren bedeckt, welche auf dem Ruͤcken am haͤrteſten ſind. Uebrigens variiren ſie

ſehr in Anſehung ihrer Farbe und Laͤnge. Manche ſind

ſtarr, ſtrack, Andre weich, auch ſeidenartig, aekraͤu⸗ ſelt, lockig. Man zaͤhlt in den Haaren 17 Naͤhte Sururas.

Das Weibchen hat an jeder Seite 5, ſelten

nur 4 Sangwarzen, an jeder Seite der Bruſt 2, und an jeder Seite des Bauches 3.

Die Stimme der Hunde iſt ein Bellen. Doch iſt das Bellen der Hunds⸗Raſſe nicht allein eigen⸗