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Archiv für thierärztliche Erfahrungen : Erster Band 1805 / hrsg. von Ludwig von Mosel und Seyfert von Tennecker
Entstehung
Seite
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ist keine Stelle im Munde, welche nicht damit besetzt seyn kann und sie treten bisweilen selbst uͤber die Lippen. Sie stehen entweder einzeln oder haͤufiger zusammen, oder sie bilden auch eine zusammenhaͤngende Haut, welche die Zunge, den Gaumen, das Zahnfleisch, den Schlund allenthalben uͤberzieht; ja ich habe bei der Oefnung dieser Thiere nicht selten solche Schwaͤmme in der Luftroͤhre und der Lunge gefunden; auch in dem Magen und Gedaͤrmen findet man sie. Es ist leicht begreiflich, daß diese Schwaͤmme nach dem viel oder wenigen Daseyn und nach ihrer Beschaffenheit mehr oder weniger Spannung, Schmerz und Braͤune verursachen, und das Kauen

sehr beschwerlich machen.

Der Mund ist immer trocken, weil alle ausson⸗ dernde Gefaͤße verschlossen sind, oder es entstebt von dem bestaͤndigen Reize der Speichelorgane ein natuͤr⸗ licher Speichelfluß. Befinden sich Schwaͤmme in dem Schlunde, so kann das Thier fuͤr Schmerz fast nicht mehr schlingen, und es zeiget sich dann beson⸗ ders ein starker Husten. Befinden sich die Schwaͤmme

5 zugleich in der Lunge, so entstehet nebst dem Husten 1

auch ein sehr aͤngstliches Athemholen. Schwaͤmme, die in dem Magen und Daͤrmen entstehen, verursa⸗ chen mehrentheils boͤsartige ruhrartige Durchfaͤlle ꝛc.