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Archiv für thierärztliche Erfahrungen : Erster Band 1805 / hrsg. von Ludwig von Mosel und Seyfert von Tennecker
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149
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Thier als ein sehr braves Pferd kannte bis mir der Knecht nach erhaltenem Trinkgeld referirte. Aus dessen Relation erhellte folgendes: Das Pferd sei

8 erhitzt gewesen, habe sich bei der naßkalten Witterung,

wo es noch uͤberdieses einigemal durch einen 0 fenen Fluß gemußt, wahrscheinlich erkaͤltet, und sich dadurch eine Colick zugezogen. Der dazu geholte Schmidt, welcher sich durch sein Lieblingsgetraͤnk den Branntwein in einem indirekt asthenischen Zustand selbst befunden, habe dem Pferde einen ganzen Traͤnk⸗

eimer Blut weggelassen(man sollte meinen es waͤre

genug an der Haͤlfte gewesen) und einen Trank durchs

Maul? ey behuͤte das wissen dergleichen Leute viel

geschickter zu machen, durch die Nase eingegossen und versichertes muͤsse anders werden; allein dies ge⸗ schah wenigstens diese Nacht nicht, und den andern

Tag, als er ahnliche Prozeduren vornahm, wurde

es zwar anders, nur nicht viel besser, die Form der

Krankheit aͤnderte sich nun in den Zustand der wah⸗ ren Schwaͤche; alle Symptome des asthenischen Kol⸗ lers traten ein. Als ich kam, laxirte das Pferd im

mer noch heftig. Dies muͤsse seyn! hatte der Schmidt noch diesen Tag versichert; die Krank⸗

heit kaͤme vom boͤsen Gebluͤt her, dies muͤsse gereini⸗ get werden. Indessen ich hatte viel Muͤhe, die⸗