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Archiv für thierärztliche Erfahrungen : Erster Band 1805 / hrsg. von Ludwig von Mosel und Seyfert von Tennecker
Entstehung
Seite
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zu erkennen, den man aber nicht angenommen i und erzaͤhlte ihm den Verlauf. Er rechtfertigte si si ch mit der Dummheit seiner Leute, mochte von dem Schmidt nichts wissen, und ersuchte mich abermals, doch ja noch einmal hinaus zu reiten und zu sehen,

ob noch etwas an dem Pferde zu thun waͤre, es sei

jetzt ganz unbrauchbar und werde immer schlimmer. Dies geschah; aber diesmal ließ ich mir ein Be⸗

glaubigungsschreiben geben, um nicht abermals blos

spazieren zu reiten. Als ich ankam, fand ich das Pferd mit einem sehr hohen Grad des asthenischen Kollers behaftet; der Kopf stand in der Krippe, nur sehr heftige Erinnerungen waren im Stande, das Thier aus seinem bewußtlosen Zustande zu reißen; es fraß beinahe gar nicht mehr, und das wenige Heu, was es etwa noch nahm, mußte man ihm fast ins Maul stecken, und nun kauete es gedankenlos ein paarmal und hielt wieder inne kurz es geberdete sich wie jedes Pferd in diesem unverkennbaren Zu⸗ stande, nur dieses alles in einem sehr vermehrten Grade. Man hatte es diesen Tag einzuspannen ver⸗

sucht, allein bald hatte es angefangen zu taumeln

und man war genothigt gewesen von diesem Versuch

abzustehen. Ich gestehe, ich konnte mir nicht recht erklaͤren, wie das Thier zu diesem Uebel gekommen, da solches nach der Beschreibung des Besitzers an