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Archiv für thierärztliche Erfahrungen : Erster Band 1805 / hrsg. von Ludwig von Mosel und Seyfert von Tennecker
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ahnung.

9. 1 Rathe gepogen, hintern chen 3

kel lahmte. Man hatte schon einen Schmidt daruͤber

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gehabt; dieser es fuͤr huͤftlahm erklaͤret, ein Loch in

die Huͤfte geschnitten und etwas binein gegossen,* ne die Laͤhmung zu heilen. 55

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Ein auf der Thierarzueischule zu D. e

Roßarzt hatte da, wo der Spat sich anzusetzen pflegt,

gebrannt, in der Absicht, den Spat zu heilen, der hier aber gar nicht zugegen war; und das Pferd blieb lahm. Nachdem ich mir das Pferd einigemal her⸗ umfuͤhren ließ, zeigte es sich sehr deutlich, daß die Laͤhmung rhevmatischer Art sey, und daher war der Schmidt in seiner Unschuld dem Zweck der Heilung

immer noch am naͤchsten gekommen, nur daß der

Reiz durch das sogenannte Delgiezen nicht 2 85 8

genug gewesen war.

Daß also hier nur ein recht reizendes Eiterband

Hülfe leisten wuͤrde, war gewiß, indessen der Besitzer f

wollte sich nicht hierzu entschließen; 3 es war ein fuͤnf⸗

jähriger huͤbscher Schimmel, den der eigenchünder

liebte, und den er dem Schmerz nicht aussetzen woll⸗ te; indessen war ihm an der Herstellung doch viel gelegen, ich machte daher noch einen Versuch. An

der innern Flaͤche des Schenkels befand sich ein

Gichtknotenwelcher das Thier sehr schmerzte; ob mit dessen, Zertheilung sich die Laͤhmung verlieren

wuͤrde, wollte ich versuchen. Die Zerthelang durch

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