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Archiv für thierärztliche Erfahrungen : Erster Band 1805 / hrsg. von Ludwig von Mosel und Seyfert von Tennecker
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viel klaren und hellen Urin fließen. Haͤusig ist der

Fall, daß die Beine und der Schlauch anlaufen, seltner erfolgt eine Geschwulst an Maul und Nase, einige Pferde uͤberstehen diese Krankheit in wenig Tagen, bey andern haͤlt 95 e uͤber 8 20. 8

laͤnger an.

Nachricht aber die jezt e irende 8 bon Herm

4 Vieroth, Direktor der Thierarzneischule in Carlsruh. ö

Nachdem durch verschiedene eingegangene Be⸗

richte beruͤhrt worden, daß die nach oͤffentlichen Blaͤt⸗ tern im noͤrdlichen Deutschland grassirende Seuche

unter den Pferden, die sogenannte Druse, eine Lungen⸗

affektion ohne Entzuͤndung mit nervoͤser Schwaͤche

auch bereits in mehrern Gegenden Churbadenscher

Lande um sich gegriffen habe, die Krankheit selbst aber bey richtiger Behandlung nicht gefaͤhrlich, da⸗ hingegen aber die gewohnliche Behandlung der Af⸗

teraͤrzte durch Aderlassen und Abfuͤhrungen

gewoͤhnlich tödlich und der Verlust der Pferde fast

unausbleiblich ist: So wird hierdurch saͤmtlichen

Ober- und Unteraͤmtern zur Nachachtung bekannt

gemacht, die gemessensten Anstalten zu treffen, daß,