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Archiv für thierärztliche Erfahrungen : Erster Band 1805 / hrsg. von Ludwig von Mosel und Seyfert von Tennecker
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Kanne reines Wasser, troͤpfle dazu 2 Quentchen konzentrirte Schwefelsaͤure, eben so viel schmerzstil⸗ lenden Geist, und mische noch eine Kaffeetass e reinen

Syrup hinzu, und statt der vorigen Latwerge gebe

man alle zwei Stunden 2 boffel von folgender Latwer⸗ ge, als: Man nehme mit etwas Branntwein aufge⸗ loͤsten Kampfer 1 Loth, Goldschwefel anderthalb

Loth, Salmiak 3 Loth, fein gepuͤlverte Baldrian⸗ wurzel, Kalmuswurzel und Goldweidenrinde von

jedem 8 Loth, gepuͤlverten rohen Weinstein und frisch

geriebenen Maͤrrettig von jedem 3 15. dieses reibe

man gut durch einander, und vermische es alsdann mit so viel, als genug ist, weißen Wein und Honig zur Latwerge wobei man dem Thiere von Zeit zu

Zeit ein Klystir von vorhin angezeigten Aüpstrspezies

geben kann.

Der herrschende f ch W ie Gcbonke, daß 5

diese epidemische Krankheit durch Zug und Reit⸗ pferdevorzuͤglich durch die Posten vermittelst An⸗ steckung verbreitet wuͤrde, ist ungegruͤndet, weil die

Krankheit im Anfange nicht ansteckend ist, im Fort⸗

gange aber, wenn sie in einen Typhus ausartetdie Thiere nicht im Stande sind irgend einen Dienst zu thun und fortkommen konnen. Auch habe ich meh⸗ rere Staͤlle mit kranken Pferden hier, wo das Uebel nur einige ergriffen hat, die uͤbrigen aber bis jetzt

noch alle 9

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