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Archiv für thierärztliche Erfahrungen : Erster Band 1805 / hrsg. von Ludwig von Mosel und Seyfert von Tennecker
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5 mit einem fauligen entzuͤndlichen nervoͤsen gastrischen Fieber und brandigten entzuͤndeten edlen Eingewei⸗ den verbundene Krankheit sei. Man nennt diese Krankheit bei den Pferden die ü sehr bösartige Druse, das pestilenzialische Fieber, . auch die Brust⸗ oder Lungenseuche. Sie herrschte 45 ohngefaͤhr 1780 in Sardinien, 1791 grassirte sie 5 er 1 im Hanndͤverschen sehr bösartig, und 1800 herrschte 5. 5 dieselbe Krankheit bei hiesigen Garde du Corps Pfer⸗ 900. den, wo ich aber so gluͤcklich war, ihr durch zweck⸗ 1 maͤßige Mittel mit einem wenigen Verlust bald Ein⸗ 5 halt zu thun; auch jetzt zeigt si ch dieses Uebel bei. mehrern Pferden in Dresden und nach schriftlich eingegangenen Nachrichten sowohl nah als entfernt auf dem Lande herum. Im Anfange ist diese Krank⸗ 1 heit bei zweckmaͤßig angewendeten Mitteln nicht ge⸗ 0 1 5 faͤhrlich fuͤr das Leben dieser Thiere, auch nicht an⸗ 1 steckend, im Fortgange aber wird sie aͤußerst boͤsar⸗ 3 tig, artet in einen Typhus aus, und koͤdtet alsdann 5 5 nicht allein fast alle damit befallene Pferde oder 5 laͤßt sie nur langsam, oft mit chronischen Gebrechen die 1 behaftet, zur Gesundheit zuruͤckkehren, sondern wird ien* 5 auch, wenn sie in einen Typhus ausartet, ansteckend e, fur die ubrigen gesunden Pferde. 3 di-. Der Anfang der Krankheit ist: Die Pferde 1

zeigen Mattigkeit, lassen ab von Futter, haͤngen