Teil eines Werkes 
3 (1728) Thesaurus Sanitatis
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5 12189 Blaur Veyel.

Noch an⸗ dere Art Viol⸗Sy⸗ rup.

Deſſen Ge⸗ brauch.

Oel.

WW

gen ⸗Oel angeſalbet, zerthellet Schumertzen des Seitenſtichs, kuͤhlet die ent zündete Leber und Nieren, ſo min den

Andere inſpiſſiren einen auffgelöſeken Zu⸗

cker zur Conſiſtenz eines Tabulati, alsdann tragen ſie von dem Infuſo violarum ſo viel hin⸗

ein, als vonnoͤthen iſt. 12 7

Andere nehmen des Liquoris 5j. Zucker bbiij. thun ſolches in einen Alembicum ce cum; ſtellen ihn ins Balneum, und laſſen es zum Syrup iaſpiſſiren, alſo ſoll es weſt wohl⸗ rlechender auch kraͤfftiger werden.

Der Vlol⸗Sprup wird nuͤtzlich denen, gen Kindern gebrauchet, wenn ſie groſſe chte haben, Durſt leiden, und verſtopfft ſind e dienet auch wider Seitenſtechen, rauhe Kehlen und den Suſten, davon nach Be. lieben einen Loͤffel voll zu nehmen. 1 Ein Saͤlblein von Veylgen⸗ und No⸗ ſen⸗ Gel mit weiſſen Wachs bereſtet heilet

die Schrunden an Haͤnden, und Fuͤſſen, Aff.

ter, Geburths Gliedern und Bröſte⸗

Schrunden.

Dos Viol⸗Gel an die Schlafe und Sllin

geſtrichen, ſtillet das hitzige Hauptwehe, lu⸗

ſonderheit ſo auch Roſen⸗Oel darzu gethan wird; das Oel wird bereitet wle das Roſel⸗

Oel ſo an ſeinem Ort ange wieſen iſt.

Die hitzigen Geſchwulſten mit Veh ſte, lindert die

Ort damit ſchmieret: wenn man Harnbren“ nen empfindet, wird er geſtillet, wenn man den Nabel warm mit Veylgen⸗Oel relbet.

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