Teil eines Werkes 
3 (1728) Thesaurus Sanitatis
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it elnem gelben.

Veglgen wacde mf

Blaue Veyel. 1207

Huͤlßlein oder verſchloſſene Boͤllein voller Saame wie Hirſe⸗Koͤrnlein, die Wurtzel iſt lang, duͤnne und zaſicht die Veyel⸗Stoͤcklein nachdem ſie verbluͤhet, erjungen ſich zweyfaͤltig, einnahl vom ausgefallenen Saamen, zum an⸗ dern thun ſich die Stoͤcklein hin und wleder mit ihren langen Faͤden ausbreiten, hencken ſich an die Erden, und wachſen von einem etwan 10. oder 12. Stoͤcklein, welche man ferner wie jun⸗

0 ö ge Erd beer⸗Stoͤcklein auffzlehen kan, die Veyl⸗ gen, ſo bald im Mertzen bluͤhen, werden ſuͤr die

beſten gehalten, denn es iſt ihre Krafft von der erſten Sonne noch nicht ausgetrocknet, oder vom naſſen Wetter ertruncken. Sie wach⸗ ſen gemeiniglich an ſchattigten Orten bey den Mauren, Zaͤunen und Buͤheln, und werden

allein zur Artzney gebrauchet.

In den Apothecken werde

auch die beſten ſind, wie auch die Blumen,

n un ABlaͤtter und Saamen, das Veylgen⸗Kraut, pures ee

Erben dach füt n auf bet Eden, fe fünf dern dinne Frgerſp el u wohltiechendes bruu l e Valgen tagt, an Vattlein beſtthet, des mae atlein bringet ei cl N

beſonders die Blume, kuͤhlet im 1. und feuch⸗ let im 2. Grad, die gedoͤrreten Bluhmen kuͤh⸗ len was ſchwaͤchers, und trecknen, erweichen, laxiren, dienen dem Hertzen und Bruſt, befoͤr⸗ dern den Auswurff, werden melſteus gebrau⸗

J chet in der Galle, beſonders in der ſchwar⸗ „ gen Galle, in Hitze der Fieber, in Haupt⸗

wehe, Huſten, Rauhigkeit der Kehle, ſcharſfen Cat harren und Seitenſtechen. Aeuſerlich wird das Kraut in Cataplaſma-

Ff 3 Baͤdern

u dieſe gebrau⸗ Eigen⸗ chet/ ſo einen lieblichen Geruch haben, welches ſchafftNu⸗

en und Ge⸗ rauch.

ten, Clyſtiern und 55 Fuß⸗

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