Teil eines Werkes 
3 (1728) Thesaurus Sanitatis
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Singruͤn. Ingruͤn.

% renwehe: das aus dem gantzen Kraut gebrañ⸗ % te Wa ſſer iſt gut vor Baͤuchfluͤſſe faul Sahn⸗

fleiſch, Nundblattern, in Wunden und

Geſchwaͤr, ſo man ſolche damit waͤſchet. Weil demnach der Singruͤn ſo ein fuͤrtreff⸗

lich Wund⸗Kraut iſt, als werden ſeine Blaͤtter

zu den meiſten Wund⸗Traͤncken gebraucht, da man neben dem Singruͤn auch andere heil⸗

ſame Kraͤuter in halb Waſſer und weiſſen Wein ſtedet, und offt davon trincken laͤſſet.

Wallwurtz Singruͤn, ſpitzige Wegreich⸗ und Elyſtier.

Wullkrautblumen in Gerſten⸗Waſſer geſot⸗ ten, hernach das gelbe von einem Ey, ſamt ein paar Loth Roſen⸗Oel unter ſolch Waſſer gemi⸗ ſchet, ein Clyſtier daraus gemachet, und in rechter Waͤrme dem Menſchen beygebracht, iſt ſonderlich gut die rothe Ruhr damit zu heilen.

Briſche Singruͤnblaͤtter auf heiſſer Milch zu Herdſtatt ein wenig gedampfft, hernach aufbringen.

dle Bruͤſte geleget, vermehret den ſaugen · den Weibern die Milch. Welchen Weibern ihre Monatreini⸗ gung zu ſtarck flieſſet, die ſollen eine Hand voll Singruͤn mit 5ſß. Tormentillwurtz in ei⸗ nem Maaß rothen Wein ſieden, und davon nach Belieben trincken: diß Kraut dienet auch wider den Fluß der guͤlden Ader. Matthio- lus aber ſchreibt, wenn die Weiber ihren Mo⸗ natfluß zu ſtarck haben, ſollen ſie friſchen Singruͤn oben auf beyde Schenckel binden, er laſſe es auch alſo getragen dienlich den

ſchwangern Weibern ſeyn, daß ſolche in

keine unzeitige Geburt gerathen. Das

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