Teil eines Werkes 
3 (1728) Thesaurus Sanitatis
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1200 Singruͤn. Ingruͤn.

retſchblumen anzuſehen, die hangen an langen Stielen, und iſt jede Blume mit 4. oder 5. Blaͤtlein, ſo ohne Geruch ſeyn, beſetzt. Er hat viel duͤnne Wuͤrtzlein, ſo in der Erde fladdern; dieſes Kraut bleibt allezeit gruͤn, und werden im Winter Kraͤntze daraus gemacht, und ver⸗ ſtorbenen Jung⸗Geſellen und Jungfrauen hey Begraͤbniſſen aufgeſetzt; es waͤchſet gern an ſchattigen Orten. Die Blaͤtter kühlen, krock⸗ neu(ſind warm und feucht im 1. oder nach an⸗ derer Meynung, ſind ſie warm und frocken im 3. Grad,) ziehen zuſammen etliche ſagen, ſie verduͤnen, eroͤffnen und zertheilen,) und dienen vor Bauch- und Blutfluͤſſe, Durchlauff⸗ rothe Ruhr Blutſpeyen, Naſenbluten, guͤldnen Aderfluß, Wunden, weiſſen Fluß der Weiber,(andere mehnen, daß ſie die Monat ⸗Zeit und die Geburt befoͤr⸗ dern;) mehren die Milch in Bruͤſten. Aeuſſerlich ſind ſie gut die Empfaͤng⸗ niß zu befoͤrdern und die uͤbrige Frauen⸗ blum zu ſtillen,(an die Schenckel gebunden) etliche geben vor, daß ſo ſie zu einem Mutter⸗ Zaͤpflein formirt, die Monat⸗Reinigung trelben ſollen: dienen auch, wenn ſie in Mun: de gehalten werden, vor Naſenbluten, oder aufs Haupt gebunden, vor ſchmertzhafft⸗ und wacklende Zaͤhne, geſchwollen Zaͤpff⸗ lein und Mandeln im Halſe,(in Gurgel⸗ waſſern) die Milch zu mehren, und bor Sauberey gebrauchet man ſie in Bädern für

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