Teil eines Werkes 
3 (1728) Thesaurus Sanitatis
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24 Teutſcher Schlehen⸗Dorn.

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Schlehen⸗Dorn ein Decoct machet. Doch daß man die aͤuſere ſchwartze Rinde von der Wurtzel verwirffet, und das Decoctum mit Eßig oder Bier bereitet, und ſo man damit den Mund ausſpuͤlet, benimmet es alsbald die Zahn ⸗Schmertzen, dienet auch wieder das Wacklen der Zaͤhne.

Das diſtillirte Waſſer von den Bluͤthen in B. M. bereitet, das treibet den Urin oder Harn,(andere deſtilliren es in Wein) nutzet wieder den Stein, Seitenſtechen, geron⸗ nen Blut, und Lungen⸗Geſchwaͤr. Die Bluth⸗Conſerv. und der Syrup, werden wie die Roſen bereitet, durch offtmahlen wie⸗ derholte Infuſion, ſolche purgteren gelinde, dienen im Seiten⸗Stich, in Engbruͤſtig⸗ keit, Huſten und Nieren⸗Stein, er wird auch zuweilen, weil er gelinde purgirt, an ſtatt des larirenden Roſen⸗Saffts gebrauchet. Der Safft wird zuwellen auch aus den Fruͤch⸗ ten gepreſſet, inlpiſſirt, in Zeltlein formirt, und aufbehalten, dieſer Safft wird hernach an ſtatt der Acacien gebrauchet, ſolcher Safft ſtaͤrcket den Magen, ſtillet Erbrechen, nutzet in Blut ⸗ und Bauch ⸗Sluͤſſen, denn er ſtopffet und ziehet zuſammen, iſt auch im Blutausſpeyen gut und ſtillet auch die allzu viel flieſſende Monats⸗ Reinigung.

Wenn man Wein aus gedorreten Schle⸗ hen bereitet, die man nehmlich zerſtoͤſſet, zu runden Kuͤchlein machet, in Ofen trocknet und dann infundirt, ſo giebt ſolcher Wein ein 5 derba⸗

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