Teil eines Werkes 
3 (1728) Thesaurus Sanitatis
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Wurtzeln. 0

Teutſcher Schlehen⸗Dorn. 23

Die Blatter und Blumen ſind warm im Derer Nuß erſten Grad/ die Frucht und Rinde aber kalt im zen und Ez andern und trocken im dritten Grad. Die genſchafft.

Blaͤtter/ Fruͤchte und Rinden kuͤhlen und

trocknen, adſtringiren und machen dick; man gebrauchet ſolche in Bauch⸗ und Mutter⸗ Fluͤſſen, aͤuſſerlich aber in Gurgel⸗Waſſern; auch in Mukter⸗Baͤdern; die Bluͤthe reſol⸗ virt, fuͤhret den Sand aus der Nieren, lindert das Hertzdrucken, Seiten ⸗ Ste.

chen und laxirt. Sie wird zu der Conſerv,

Waſſer und Syrup genommen, und wieder kalten und feuchten Suſten geruͤhmet.

Die Blumen zuPulver geſtoſſen und jun⸗ Blumen. gen Kindern in warmer Bruͤhe eingegeben, be⸗

foͤrdern den Stuhlgang.

Das Mooß ſo an dem Holtz der Schlehen⸗Mooß. Stauden waͤchſet, dienet, wenn man ſolches in rothem Wein ſiedet, und uͤberleget, daß die Bruͤche nicht weiters zunehmen. 5

Die Frucht, ſo man ſie ins Bier wirfft, Frucht. machet ſie ſolchem eine angenehme Farbe und guten Geſchmack, ſtaͤrckt den Magen und Le⸗ bens⸗Geiſter, auch andre Leibes⸗Glieder, ſtillet den Bauch Fluß und die unmaͤßige Mo⸗ nath⸗ Reinigung; ſo man ſolche doͤrret und davon ein Quintlein einnimmet, ſo ſeynd ſie ein gewiſſes Steintreibendes Mittel.

Die Kinde wird mit unter die Gurgel⸗ Rinde, Waſſer genommen, es iſt ein bewaͤhrt Mittel zu allerhand Zoͤhn⸗ und Sahnfleiſches Be⸗ ſchwerden, wann man von den Wurtzeln und a B 4 N Schle⸗