Teil eines Werkes 
Theil 2 (1781)
Entstehung
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Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 497

§. 567.* Der Preis des Salzes iſt ordentlicherweiſe, ſo wie das Salz ſelbſt zweierlei, naͤmlich weis Salz und ſchwarz Salz. Aber auch der Preis des weiſen Salzes darf nicht einerlei ſein. Diejenige, welche mit dem Salz handeln, muͤſſen es wohlfeiler bekommen als Andere, weil es billig iſt, daß ſie einigen Profit daran machen muͤſſen, damit ſie den Salzdebit deſtomehr vertreiben. Dergleichen Perſohnen werden Salzparthierer genennet. Hier wuͤrden viele Unterſchleife unver⸗ meidlich ſein, wann nicht die noͤtigen Vorkehrungen getroffen wer⸗ den; denn es koͤnnte der Salzſchreiber viele in ſein Manual als Salzparthirer einſchreiben, die es doch nicht ſind, und dannoch den Leuten den ordinaͤren Preis abgenommen haben. Um dieſes zu vermeiden, werden alle Salzparthirer, die durchgehends ihrer Ge⸗ rechtſame wohl kundig ſind, auf zwei Tafeln mit Vorbewuſt des Salzamts namentlich notirt. Die eine Tafel wird dem Salzſchrei⸗ ber zu ſeiner Nachachtung, die andere dem Gegenſchreiber zur Nach⸗ richt gegeben. Es iſt nicht noͤtig, daß der Salzſchreiber den Na⸗ men des Parthirers in den Salzzettel ſetzt, der darin bemerkte Preis zeigt ſchon, ob er ihn fuͤr einen Parthirer gehalten hat. Der Gegenſchreiber, welcher ohnehin die Parthirer meiſtens kennt, hat nun, im Fall er zweifelt, weiter nichts zu thun, als den Parthi⸗ rer nach ſeinem Namen zu fragen, ſodann nachzuſehen, ob ſolcher in der ihm vom Salzamt zugeſtellten Tabelle befindlich iſt; wann er nicht darinnen ſteht, ſo iſt ein Fehler vorgegangen, und darf ihm daher weder den Zettel abnehmen, noch Salz geben laſſen, bis er hoͤhern Befehl dazu bekommt. So oft ſich ein neuer Parthirer an⸗ Rrr 3 giebt,