Teil eines Werkes 
Theil 2 (1781)
Entstehung
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Von der Adminiſtration eines Salzwerkd. 485

geraume Zeit darauf bis Einer die ihm angewieſene Arbeit verſtehen und mit Geſchwindigkeit oder Vortheil und Eifer verrichten lernet. Belohnungen ſind alſo in dieſem Fall nur ſcheinbare Ausgaben, dieſe verrechnet der Rechner und bemerkt ſie namentlich in ſeiner Rechnung, die Einnahme dafuͤr aber kann er nicht namentlich be⸗ merken, ob er ſie gleich auch in Rechnung bringt, denn es fehlet ihm an einem richtigen Maasſtab, die menſchliche Kraͤfte zu meſſen, und die dadurch entſtehende mehrere oder wenigere Vortheile in An⸗ ſchlag zu bringen. b §.§49.

Nun muͤſſen wir auch ſehen, was die nterbediente zu beſor⸗ gen haben. Der Gradirmeiſter hat, wie ein jeder andrer Salzwerksofficiant, die allgemeine Pflicht auf ſich, den Nutzen ſei⸗ nes Herrn, wie und wo er nur kann, zu befoͤrdern; ſeine beſondere Arbeit beſtehet aber vornehmlich in einer genauen Aufſicht auf die Gradirung und auf ſeine untergebene Gradirer. Die letztern muß er fruͤh und ſpat beobachten und zur Arbeit anhalten, die Nachlaͤſſi⸗ gen aber wie die Fleiſigen nicht verhelen, ſondern dem Salzamt be⸗ kannt machen. In Anſehung der Gradirung muß er aber darauf ſehen, daß nach der einmal feſtgeſetzten Ordnung die Soole, wann ſie in einem Soolkaſten einen gewiſſen Grad der Ldtigkeit erreicht hat, ſofort weiter gebracht werde, um hoͤher gradirt zu werden, und der ſchwaͤchern Soole dadurch Platz zu machen. Zu dem Ende muß er alle Tage auf dem Salzwerk herumgehen und ſaͤmtliches Waſſer in denen Soolkaſten mit der Spindel wiegen, um ſeinen II. Theil. Qaa b Haushalt