Von der Adminiſtration eines Salzwerks. 4833
ſein, wohin nicht nur die Verfertigung neuer Salzpfannen und
deren Reparatur, ſondern auch alle uͤbrige Eiſenarbeit, ſo zu Pum⸗
pen, Geſtaͤngen u. d. g. gehoͤret, zu rechnen iſt. b Anmerk. Man faͤhrt am beſten und iſt vieler Weitlaͤuftigkeit entubrigt, wenn man den
Sodenſchmidt nicht wie die andern Arbeiter im Taglohn arbeiten laͤßt, ſondern ihm uͤberhaupt einen Jahrsgehalt gieht.
5. 5474. Brunnenmeiſter, Stallknechte mit ihrem Vieh, wie auch der
Sodenſchmidt muͤſſen auf dem Salzwerk ſelbſt wohnen, weil ihre Gegenwart oft ſchleunig noͤthig iſt, und manchmal viel Unheil ent⸗
ſtehen wuͤrde, wenn ſie im Nothfall erſt weithergeholt werden
ſollten. §. 548. Nun wuͤrde es ein Leichtes ſein, einem Jeden dieſer Arbeiter eine beſondere Inſtruktion zu geben, nach welcher er ſich in ſeinem Amt richten ſoll. Da aber dieſes eine ohnnoͤthige Muͤhe und Arbeit ſein wuͤrde, uͤberdem die wenigſte gemeine Leute eine geſchriebene Schrift zu leſen vermögen, ſo iſt beſſer und rathſamer, die Pflich⸗ ten, welche dieſe Perſohnen ſaͤmtlich gemein haben, nebſt denen beſondern Verbindlichkeiten eines Jeden in gewiſſe Artickel zuſam⸗ men zu faſſen, ſolche drucken zu laſſen und alsdann unter ſie aus⸗ zutheilen, demohngeachtet aber alle Jahre einmal, wann die Haupt⸗ arbeit angeht, ſolche oͤffentlich vor der ganzen Knappſchaft ableſen zu laſſen. Ein ſolcher kurzer Inbegriff von Geſetzen, nach welchen ſich ſaͤmmtliche Sodenarbeiter zu richten haben, nennt e eine oden⸗


