Teil eines Werkes 
Theil 2 (1781)
Entstehung
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Von der Adminiſtration eines Satzwerks. 479

den unten und hinten durch andere duͤnne Breter verbunden, und zum Waſſerhalten tauglich gemacht, mitten durch gehet die Stange cd. Mit einer ſolchen Schaufel iſt man im Stand das Waſſer ohne es zu verlieren uͤber 20 Fus hoch zu werfen. Dieſes iſt das Handwerkszeug eines 8 Cradires, waches. er K ſc baber k ſelsſ ſtel⸗ len muß.

F. 539.

Da der Gradirer in einem Gradirhaus beſtäͤndig aut und ab: geht, ſo kann, wann er nicht ſchlaͤfrig iſt, nichts ſchadhaftes ſeiner Aufmerkſamkeit entgehen. Es iſt daher ſeines Amts, fleiſig nach denen Hahnen und Troͤpfrinnen zu ſehen, ſolche wie auch die Sool⸗

kaſten und Troͤge von ihrem Schlamm und Unrath oͤfters zu reini⸗

gen, und wo er etwas ſchadhaftes an dieſen ſowohl als an den Pum⸗ pen und Dornwaͤnden wahrnimmt, dem Gradiermeiſter anzuzeigen, damit der Sohade ohne Auſſchud Iepain werde.

. 540.

Man erhaͤlt mehr Vortheil von der Arbeit, wenn man einem jeden Gradirer ſeinen zubeſorgenden Theil abmiſſet. Hat ein Gra⸗ dirbau zwei Dornwaͤnde und keine Dornwand unter dem Dach, ſo kann ein Mann 250 Fuſe nach dem Laͤngenmaas gerechnet, ver⸗ ſehen, und ſowohl das Anſpruͤtzen als die Hahnenſtellung beſorgen. Iſt aber die dritte Wand unter dem Dach angebracht, ſo iſt es nuͤtzlicher, wenn man beſondere Dachgradirer beſtellt, welche ſo⸗ wohl die Hahnen ſtellen als die kleinere obere Wand benetzen; da⸗ Ppp 2 hinge⸗