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2 Vierter Abſchnitt.
5. 5 37. b Die Gradirer haben hauptſaͤchlich dahin zu arbeiten, daß
die Soole von ihrem fremden und wilden Waſſertheilen befreiet und
hoͤherloͤtig werde. Da dieſes ſowohl durch das Abtropfen derſelben auf die Dornwand als durch das Angieſen mit Leckſchaufeln bewerk⸗
ſtelliget wird, ſo folgt, daß die Gradirer ſowohl in dem einen als an⸗
dern Stuͤck Fleis anwenden muͤſſen. Sie muͤſſen alſo ſtets die Hahne, aus welchen die Soole ablauft, offen halten, jedoch auf der Seite,
wo der Wind ſolche auſſer dem Soolkaſten heraustreiben kann, zu
machen, damit die edle Soole nicht verlohren gehe. Ein Gradirer muß daher genau auf Wind und Wetter merken; bei einer Wind⸗ ſtille ſoll er auf allen Seiten die Hahne oͤfnen, undbei ſtarkem Zehr⸗ wetter mehr, als bei feuchter Witterung, bei entſtehendem Sturm⸗ wind aber ſolche ganz verſchlieſen. Mit dem Angieſen der Waͤnde muß er es ebenſo halten, und die Soole mit der deckſchaufel brav in die Dornwand hineinweiſen, jedoch ſolche nicht blos unten aus Faulheit begieſen, ſondern bis oben an werfen.
§. 538. Damit ein Gradirer im Angieſen keine Soole berſpruͤtze und ſie hoch genug werfen koͤnne, ſo rathe ich, diejenige Schaufeln enr⸗ weder beizubehalten, oder anzuſchaffen, welche auf ſaͤmtlichen Heſ⸗
ſiſchen und auch auf vielen andern Salzwerken gebraucht werden,
die ich nicht deutlicher beſchreiben kann, als wann ich ſie vormahle wie fig. 105. adbe zu erſehen iſt. Sie beſtehet aus zwei duͤnnen
Srienbeteen ab, welche bei a A ſchmmaͤler als bei b ſind; dieſe wer⸗
den


