Teil eines Werkes 
Theil 2 (1781)
Entstehung
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VFeerter Aöſchnitt.

3 hingegen die untere blos anſpruͤtzen, und allenfalls, wann der Dachgradirer den Wind nicht genug obſerviret, ſolchem zurufen, wann er die Hahne anders ſtellen ſoll. In dieſem Fall koͤnnen

dem obern Gradirer ſowohl, als dem untern jedem 300 Fuſe zur Bearbeitung gegeben werden.

3 Anmerk. Bei dieſer Abmeſſung gerſtehe ich den Fall, da das Soolwaſſer durch Ma⸗ ſchinen auf die Gradirhaͤuſer geleitet wird; wo dieſe Foͤrderung durch Handpum⸗

3 pen geſchehen muß, da hat ein Gradirer ſeine voͤllige Laſt, wann ihm bei einem

einwaͤudigen Bau 100 und bei einem zweiwäͤndigen 60 bis 70 Fuſe zur Beardei⸗ ung gegeben werden⸗

b 5. 541. b Die Verrichtungen eines Soͤders beſtehen hauptſaͤchlich dar⸗

V b innen, daß er den Siedungsproceß, ſo wie er allbereits oben an⸗

gegeben worden, bearbeite. Auſſerdem muß er ſich das benoͤtigte Brennholz ſelbſt herbeifuͤhren, und dazu angehalten werden, daß er von keinem andern Holzhaufen,oder wenn die Feuerung in Torf oder Steinkohlen beſtehet, von keinem andern Ort dergleichen neh⸗

mmae, als der ihm von ſeinem Sodenmeiſter angewieſen wird, da⸗ V mit dieſer jedesmal den Aufwand des aufgegangenen Brandes ge⸗

nau wiſſen moͤge. Die Soͤder doͤrfen weder Tag noch Nacht die Salzpfannen verlaſſen, eines Theils damit der gehoͤrige Feuersgrad in einem fort genau genug beobachtet, und der Pfanne ſogleich ge⸗ holfen werde, wann ſie anfaͤngt auszulaufen, andern Theils damit das Feuer ſelbſt in beſtaͤndiger Aufſicht bleibe und keine Feuersge⸗ fahr zu beſorgen ſtehe. Man ordnet deswegen jeder Pfanne zwei Sider zu, welche ſo dr als? RMach einander abwechſeln und ſich die