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Offenes Sendschreiben an Hrn. Dr. Justus Liebig in Giessen, eine gegen mich gerichtete Anmerkung im Juniheft der Annalen der Chemie und Pharmacie betreffend : nebst einigen Bemerkungen zu der Schrift: Ueber Liebig's Theorie der Pflanzenernährung und Schleden's Einwendungen gegen dieselbe von Karl Winkelblech, Professor in Kassel / von M.J. Schleiden, Dr., ausserordentlichem Professor in Jena
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man eine Menge Verhältnisse in Rechnung ziehen muss, die nicht auf Rechnung der Vegetation der Wasserpflanzen kom- men. Habe ich da etwa nicht Recht? Beobachtungen habe ich gar nicht mitgetheilt, Folgerungen gar nicht gezogen. Beides kann nur der in meinen Worten ſinden, den; sie absichtlich oder aus Unverstand verdreht. v 18.S. 17 schliesst Sch. seine Betraehumgen üer die Liebig sche Theorie mit einigen Berechnungen, welche die Möglichkeit beweisen, dass die Pflanzen die Rohlensäure ausschliesslich durch die Wurzeln aufnehmen können. Diese Berechnungen sind aber in der That überflüssig, da bereits durch Versuche ermittelt ist, dass auch durch die Water Roh- lensäure aufgenommen wird. Rohlensäure wird allerdings von den Blättern aufgenom- men, aber auch ausgehaucht. Dass von der Rohlensäure, die die Blätter aufnehmen, auch nur ein Minimum wirklich fixirt und für die Ernährung der Pflanze verwendet werde, ist aber noch nicht durch Versuche ausgemacht, da, wie Herr M. anderwärts geistreich bemerkt, man es der Rohlensäure, dem Sauerstoff u. s. w. nicht ansehen kann, woher sie stammen. Die von den Wurzeln mit dem Wasser aufgenommene Rohlensäure kommt unmittelbar durch Endosmose in die Zellen. In den Zellen gehen die Processe vor, durch welche Rohlen- säure gebunden oder zersetzt wird. Bei den vollkommenen Pflanzen(und von denen allein spricht L., da bei den andern keine Blätter vorhanden sind) ist es ziemlich gewiss, dass die Oberhaut ausschliesslich durch die Spaltöffnungen Austausch von Gasarten und Dünsten gestattet. Diese Spaltöffnungen führen in ein zusammenhängendes, weitläufiges System von Haarröhrchen, in die Intercellulargänge, aber nicht in die Zellen. Diese nie mit Flüssigkeit erfüllten Intercellulargänge können nach Art der porösen Rörper immerhin eine grosse Menge Rohlensäure absorbiren, festhalten und wieder loslassen, ohne dass auch nur ein Atomchen mit dem Stoff in Berüh- rung kommt, der im Stande wäre, die Rohlensäure zu fixiren. Dafür, dass grade die von den Blättern aufgenommene Roh-