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Jedes Rind weiss, dass eine Pflanze abstirbt, wenn der Boden, in dem sie steht, nicht begossen wird, durch Regen oder mit der Giesskanne. L. sagt im angeführten Satze das Gegentheil, und diesen Satz habe ich ausdrücklich citirt.
15. S. 18 folgt eine Erörterung über den Ursprung des Humus auf der Erde. LE. meint, es könne keinen Urhumus geben. Ich meine, E. könne das nicht wissen, weil wir die Grossartigkeit der chemischen Processe bei der Bildung der Erde auch nicht einmal annäherungsweise zu begreifen im Stande sind und eine solche Erörterung auch für das Begrei- fen der gegenwärtig an der Erde nach der jetzigen Gesetz- lichkeit vor sich gehenden Processe völlig gleichgültig ist. In dieser Absicht parodirte ich L.“s Rede scherzhafter Weise. Hätte ich vermuthen können, es gäbe Jemand, der einen solchen Scherz nicht begreift, so würde ich die Unzweckmässigkeit der Liebig'schen Erörterung naturphilosophisch erörtert haben, aber dann wäre ich vielleicht von Herrn W. noch weniger verstanden.
16.„S. 15 verbreitet sich Sch. weitläuftig über die Frage, durch welche Organe die Pflanzen die Kohlensäure aufnähmen, ob durch die Blätter oder durch die Wurzelfasern, und ob sie es auch ausschliesslich durch die Blätter könnten. Dass die Pflanzen durch beide Organe Rohlensäure aufneh- men, haben bereits Versuche ausser allen Zweifel gesetzt, und es ist sogar sehr wahrscheinlich, dass, wie L. annimmt, die Function des einen Organs die des andern für einige Zeit zu übernehmen vermöge. Ein directer Versuch, welcher zeigt, dass die Pflanzen bei ausschliesslicher Function der Blätter fortbestehen können, ist mir nicht bekannt, und ich will nicht leugnen, dass es von Interesse wäre, denselben anzustellen.“
Die Sache ist völlig schief von Herrn W. aufgefasst. L. sagt, dass gleich nach der Ausbildung der Blätter die Pflanze weder Wasser noch Rohlensäure durch die Wurzeln aufnehme, vergl. die oben S. 24 citirte Stelle. Diese, wie allbekannt, falsche Thatsache habe ich in ihrer Falsch-


