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Offenes Sendschreiben an Hrn. Dr. Justus Liebig in Giessen, eine gegen mich gerichtete Anmerkung im Juniheft der Annalen der Chemie und Pharmacie betreffend : nebst einigen Bemerkungen zu der Schrift: Ueber Liebig's Theorie der Pflanzenernährung und Schleden's Einwendungen gegen dieselbe von Karl Winkelblech, Professor in Kassel / von M.J. Schleiden, Dr., ausserordentlichem Professor in Jena
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den; ich meine nicht. Die ausser Ralk und ausser den Alkalien in der Pflanze befindlichen Basen kommen kaum in Betracht und die bedeutende Menge Alkalien, diedas lös-

lichste und humusreichste Salz geben, hätten einen bei wei-

tem grössern Rohlenstoffgehalt ergeben. Diese Alkalien hat grade L. bei seiner Rechnung vernachlässigt. Herr M. fährt fort:wenn aber Sch. bei dieser Gelegenheit sagt, L. hätte die Sättigungscapacität der verschiedenen Basen kennen sollen, so ist das ungefähr dasselbe, als wenn man von einem Mathe- matiker verlangt, er solle wissen, dass zwei mal zwei vier ist. Ganz recht, und wenn der Mathematiker das nicht weiss, oder Rechnungen ausführt, in denen er diesen Grund- satz vernachlässigt, so folgt daraus, dass er nur ein Schein- mathematiker sey, oder ein Schalk.

Dass L. übrigens die Sache besser weiss, davon bin ich vollkommen überzeugt. Er ignorirte aber wahrscheinlich ab- sichtlich den sehr bedeutenden Unterschied zwischen der Sät- tigungscapacität des Ralks und der Alkalien, um das Resultat. seiner Rechnung schlagender zu machen.

12. Herr MW. hält sich ferner darüber auf,dass ich

sage, L. habe die(von ihm selbst behauptete) Wurzelaus-

scheidung vergessen, wodurch Alkalien wieder der Erde zu-

rückgegeben werden, die als humussaure Salze aufs Neue in

die Pflanze gelangen können. Herr W. meint, die Salze würden eben als humussaure ausgeschieden, dagegen hätte ich gar nichts, nur sagt E. davon kein Wort in seiunem Buche und zwar aus dem einfachen Grunde, weil er nichts darüber weiss; denn darüber liegen noch gar keine Ver- suche vor.

13.Herr M. geht dann zu den von mir aufgestellten Gegenrechnungen und sagt:S. 13 theilt uns Sch. eine Hypo- these mit, welche aufs Genügendste den Ursprung des Roh- lenstoffs aus dem Humus erklärt u. s. w.

Ich habe in der ganzen Schrift keine Hypothese aufge- stellt noch aufstellen wollen, sondern ausdrücklich gesagt: wie wenig auf solche Rechnungen zu geben sey, mögen