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Dass ich behauptet, was Herr M. mir unterschiebt, ist gradezu nicht wahr.
L. sagte, Winterkälte und Sommerhitze rauben der reinen Humussäure ihre Auflöslichkeit und damit ihre Assimi- lirbarkeit, daraus will L. ableiten, dass sie nicht Pflanzennah- rung seyn könne.
Ich sagte, das ist kein Beweis, denn dürre Sommer und trockne Fröste im Winter machen bekanntlich den Boden unfruchtbar, was man grade davon ableiten könnte, dass der Humus unlöslich geworden. Nasse d. h. schneereiche Winter müssen nicht dieselbe Wirkung haben, weil die Schnee- decke den Boden vor dem Ausfrieren schützt. Uebrigens hat Herr M. hier wie überall, trotz meiner ausdrücklichen Ver- wahrung, nicht bemerkt, dass ich nur gegen L.“s organische Chemie, gegen die Art und Weise des Buches, nicht gegen
ihn und seine Theorie schrieb und daher nur seine schlechten
Gründe für vielleicht ganz richtige Ansichten widerlegte.
10.„Auf derselben Seite führt Sch. an, dass er, eben so wie Berzelius, aus guter Gartenerde ein braunes Extract erhalte. Diese Thatsache ist ganz richtig, nur beweist sie das nicht, was damit bewiesen werden soll, nämlich die Lös- lichkeit des Humus.“«
In dem ganzen Büchlein wollte ich gar nichts beweisen, sondern nur L.“s Beweise als unhaltbar darstellen. An der fraglichen Stelle sagt Liebig:„Bei Behandlung guter Acker- und Dammerde(so nennt man doch wohl keinen Waldboden) mit kaltem Wasser erhält man eine farblose Flüssigkeit.“ Daraus soll die Unlöslichkeit des Humus folgen. Ich sage, daraus folgt sie noch nicht, weil die Thatsache mindestens sehr bestritten, wo nicht gar ganz falsch ist.
11. Herr MW. wendet sich dann(S. 14) zu den von Liebig mitgetheilten Rechnungen und meinen Einwendungen dagegen. Von diesen letzteren hat derselbe nur eine berührt, dass ich E. nämlich vorgeworfen, er hätte die Humate nicht alle als Ralksalze berechnen sollen, sondern einzeln; Herr M. meint nun, der Rohlenstoffgehalt wäre dadurch kleiner gewor-


