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blicum gegen sich hat, wenn man zuletzt die Geduld verliert und in der gerechtesten Entrüstung sich zur Wehr setzt; denn es nimmt stets nur für denjenigen Partei, der sich im Nachtheil befindet, ohne darnach zu fragen, ob die Strafe, die er empfängt, nicht ganz angemessen seinen bösen Absichten ist!? Aus Mitleid und Schwäche lässt man den Dieb entwischen, und wenn jemand es wagt, ihn unschädlich zu machen, so wird der Charakter verdächtigt.““
„Der Herausgeber eines Journals, in welchem das Neueste und Wissenswertheste zur Sprache kommen soll, hat Verbind- lichkeiten zu tragen, welche andere nicht drücken, und diese eigenthümliche Lage zwingt ihn in seinen eigenen, so wie in den Angelegenheiten Anderer das Wort zu nehmen und thätig
einzugreifen; das blosse Stillschweigen wird ihm als eine Zu-
stimmung ausgelegt; man darf deshalb seiner Persönlichkeit nicht zurechnen, was seine Stellung ihm auflegte.
„Wahrheit duldet keinen Widerspruch; sich mit Roth bewerfen zu lassen und den Missverstand und Unsinn still- schweigend zu dulden, heisst aber im gewöhnlichen Leben
Widerspruch ertragen. Der Herausgeber einer Zeitschrift
darf, wenn er seine Pflicht erfüllt, diese Art von Wicdersprüs chen nicht mit Stillschweigen ihergeben.“
„In meiner Agriculturchemie*) habe ich versucht, in ein dunkles Zimmer ganz einfach ein Licht zu stellen. Alle Möbel waren darin vorhanden, auch Werkzeuge und Gegenstände der Bequemlichkeit und des Vergnügens; aber alle diese Dinge waren für die Gesellschaft, die dieses Zimmer zu ihrem Nu- tzen und Vortheil gebrauchte, nicht klar und deutlich sichtbar. Tappend und auf's Gerathewohl fand der eine einen Stuhl, der andere einen Tisch, der dritte ein Bett, in denen er es sich so behaglich als möglich machte; allein die Harmonie der Ein- richtung und ihr Zusammenhang war für die meisten Augen
*) Sie erlauben mir zu bemerken, dass Sie Ihr Buch nicht Agricul- turchemie genannt haben, denn in diesem Falle hätte ich mich wohl gehü- tet, darüber zu schreiben; Sie nannten es„organische Chemie in ihrer An- wendung auf Agricultur und Physiologie.“


