Teil eines Werkes 
1 (1819) Erster oder theoretischer Theil. : nebst einem illuminirten Forstkarten-Schema und mehreren Tabellen.
Entstehung
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Auf jedem gemeſſenen Diſtrikte hat der Geometer durch vergeſchriebene Farben die Helzarten

zu bemerken, womit derſelbe beſtanden iſt, ohne auf das Alter der Holzart Ruckſicht zu neh⸗ nehmen. Er muß daher die Holzarten, die gewöhnlich nicht ſcharf abſetzen, ſondern mehe oder weniger tief in einander geſloſſen da ſtehen, mit wenigen Linien zu treunen ſuchen, dieſe nur zum Viſtren aufgehauenen Linien im Walde mit kleinen numerirten Pfählchen be⸗

zeichnen, ſie auf die Karte tragen, und jede mit einer beſondern Holzart beſtandene Fläche mit der zu ihrer Bezeichnung vergeſchriebenen Farbe matt decken. Den Grund derzeni⸗ gen Pflanzungen aber, worin die geſetzten Stämme ſo weitlauftig ſtehen, daß in langer Zeit kein geſchloſſener Wald daraus werden kann, hat der Geometer weiß zu laſſen, und die darauf ſtehende Holzart, nach dem der Karte beygefügten Schema, anzugeden.

Jeden mit verſchiedenen Holzarten vermiſcht beſtandenen Diſtrikt oder Theil des Diſtriktes muß der Geometer mit der Farbe der dominirenden Holzart anlegen und ein Stämmchen darauf zeichnen, das, der Vorſchrift gemäß, die untergemiſchte Holzart anzeigt.

Sollten aber Diſtrikte oder Abtheilungen vorkommen, die nur noch äuſſerſt einzeln mit Baͤumen oder Büſchen bewachſen, alſo Räumden ſind; ſo muß der Geeometer auch dieſe von dem beſſern Beſtande trennen, eine ſolche Abtheilung, bis zur naͤheren Beſtimmung des Taxators, auf der Karte weiß laſſen, und ein Stäͤmmchen darauf zeichnen, das die einzeln darauf ſtehende Holzart formularmäßig anzeigs.

Jede voͤllige Blöße muß auf der Karke einen weißen Grund behalten, bis ſte demnäͤchſt mit

der Farbe derjenigen Holzarten überzogen wird, womit ſie nach dem Ermeſſen des Taxators

in Beſtand gebracht werden ſoll. Sollte die Blöße aber eine Saudſcholle ſeyn, ſo hat ſie der Geometer durch feine ſchwarze Punctirung anzudeuten. 3

Scibſ jede kleinere Blöße in den beſtandenen Orten muß der Geometer meſſen und auf

die Karte zeichnen, wenn ſie einen halben Morgen groß, eder größer iſt.

Auſſerdem muß der Geometpt aufnehmen:

Die Eichenkämpe und Forſtgärten oder Baumſchulen: Die Bruͤche nach ihrer Verſchiedenheit: Die Thiergärten, Saufaͤnge, Wolfsgärten ꝛc. Die Waldwieſen und Waldäcker: 85 Die Straßen und noch fahrbaren Wege, dis A Alleen und Geſtelle oder Schneißen, und dir Fußwege: 8. 129)