45. Geverell⸗ Beſchreibung
wieder autheſrenen und, ſo viel es möglich it, gleich vertheilet.— Iſt endlich auch dieſes geſchehen,
ſo wird der Rocken ausgeſäet, und entweder verniittelſt einer Hacke, oder, welches gewöhnlicher iſt, durch einen beſonderen leichten Pflug ehne Raͤder, den man Hainhaach nennt, ſeichte unter die Erde gebracht.— Nach dieſer Verrichtung, wobey die jungen Saamen⸗ und Stockloden und die Wurzeln der Stö cke nach Röͤglichkeit geſchont werden müſſen, wird der Hain Kornhain genannt, und behält dieſe Benennung ſo lange, bis er nach der Kornärndte, die oft vortrefflich ausfällt, Stoppelhain, in den nächſt folgenden Jahren aber junger Hain heißt.
Alle zuvor beſchriebenen Arbeiten in den Haubergen mliſſen von den Intereſſenten zu deeſelben, vom Ortsvorſtande beſtimmten, Zeit ohne Aufſchub und bey Vermeidung Strafe richtet werden, damit die hsuh Aufſicht Statt ünden und jedes von dieſen Geſchäften aufs zweckmaͤßig e vollzogen werden kann.
Nun bleibt der junge Hain ſo lang⸗ in Heege, bis das weidende Rindvieh(jedes andere iſt ausgeſchloſſen) keinen Schaden am Holze mehr thun kann. Alsdann aber läßt man den Hauberg mit Rindvieh wieder betreiben, und dieſen Betrieb ſo lange förtſotzen, bis er im 26⸗ 28⸗ oder 20 lährigen Alter des Holzbeſtandes wieder abgetrieben, gehaint und befruchtet wird.
Im ôten Abſchnitte werden wir dieſe Hauberge, deren man eine große Menge im Fürſtenthume Waldenburg ſindet, noch näher beſchreiben.(*)
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