Teil eines Werkes 
2 (1819) Zweyter oder practischer Theil. : nebst einer illuminirten Forstkarte und mehreren Tabellen
Entstehung
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des Dianenburger Forſtrevieres.

Dieſe Niederwaldungen oder Hauberge werden als Wald, als Fruchtfelder und als Wei⸗ deplätze zugleich benutzt, und produciren nicht allein gutes Brand⸗ und Kohlholz, ſendern auch Gerber⸗

loh, Frucht und Weide für das Vieh.

Daß dieſe Hauberge Privateigenthum ſind, iſt oben ſchon erwähnt worden; doch iſt das Eigenthum heilhabers nicht abgeſondert. Die ganze Haubergsflur macht ein untheilba⸗ deſſen Benutzung, nach Verhältniß des Eigenthumsrechtes, an die Intereſſenten jährlich vertheilt wird. Ein jeder Miteigenthümer an den Privat⸗ haubergen muß ſich auſſerdem auch die in jeder Markung feſtgeſetzte Umtriebszeit von 16, 18 oder 20 und die beſtimmte Hauordnung gefallen laſſen, und er bekömmt von dem jährlich abzutreiben⸗ den Hau, durch Verlosſung, einen Theil zur Benutzung, welcher der Größe des an der ganzen Hau⸗ bergsflur erworbenen Eigenthumsrechtes proportional iſt. Dieſe Abtheilung iſt aber nicht dauerhaft, s wird in jedem Jahre der abzutreibende Schlag, den man, im Ganzen genommen, Hau oder in eine immer gleich bleibende Anzahl gleicher Haupttheile, die den Namen Stamm⸗ und nachher durchs Loos beſtimmt, wie die auf einen Stamm⸗Jahn repar⸗ ſo wie auch die beſendern Theile der einzelnen Intereſſenten, die überhaußt

eines jeden T res Ganzes aus,

Jahren,

ſondern e Schaar nennt, Jaͤhne führen, zerlegt, tirten Theilhahbergeſellſchaften, Theil⸗Jahne heißen, für dießmal darinn aufeinander folgen ſollen.

Nachdem der Hau und die Jähne gehörig getheilt und die Theilungslinien verplöckt ſind, ſo wer⸗ den die unterdrückten Reißer ſammt dem Ginſter(Spartium ſcoparium) abgehauen und in Wellen Dieſe Operation wird das Strauchen oder Räumen genannt. Hierauf muß jeder In⸗ ung der ausgezeichneten Saamenreidel, ſehr nahe über der Erde abhauen und aus dem Schlage bringen. Dieſe Hauung wird, wenn keine Lohrinde ven den Eichen geſchält werden ſell, im April, ſonſt aber im May und Anfang Juny vorgenommen. Hierauf wird der Boden des ab⸗ geholzten Hauberges, der nun Hain heißt, im Monat Juny und July mit etwas breiten, gut ver⸗ ſäählten und ſcharfen Hacken ſo geſchält, daß lauter Raſenplatten entſtehen, die einen Fuß, oder etwas mehr, im Quadrat halten, und 1 ½ bis 2 Zolle dick ſind. Dieſe Raſen werden dann, vermittelſt der Hacke und des einen Fußes, etwas zuſammengerollt oder gekrümmt aufgeſtellt, und in der Sonnenhitze Sind ſie vollkommen dürr geworden, ſo bringt man ſie, vermittelſt der Hände und eines eiſernen Rechens, in kleine kegelſörmige Haufen, die ohngefähr 4 Schuhe zum unterſten Durchmeſſer ha⸗ ben, und 2 ½ Schuhe hoch ſind, zuſammen ſteckt in dieſe kleinen Meiler etwas dürres Reiſig, das man zu dieſem Gebrauche auf dem Hau liegen gelaſſen hat, und zündet daſſelbe, gegen die Windſeite hin, an worauf dieſe Raſen in wenigen Tagen verbrennen. Nach dieſer Operation heißt der Schlag Brandhain. Sobald nun die Saatzeit des Rockens herannahet, werden dieſe durchgebrannten Raſen⸗

meſſen, die eine Menge vegetabiliſcher Aſche enthalten, vermittelſt einer Schaufel und des Hainrechens, wieder

gebunden. tereſſent ſein Holz, mit Verſchen

getrocknet.