Teil eines Werkes 
2 (1819) Zweyter oder practischer Theil. : nebst einer illuminirten Forstkarte und mehreren Tabellen
Entstehung
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des Dianenburger Forſtrevieres. 24) Von den Gemeindswaldungen.

Die Gemeindswaldungen in dieſem Forſte, oder diejenigen Waldungen, woran jedes Mitglied einer Gemeinde, mit der Aufnahme in dieſelbe, gleichen oder verhältnißmäßigen Nutzungsantheil erhält, ſind heträchtlich. Sie werden ſämmtlich als Hochwald bewirth chaftet. Der gröͤßte Theil von dieſen Waldungen hat Buchen, oder Buchen mit Eichen vermiſcht, zum Beſtande ein nicht unbeträchtlicher Theil davon iſt rein mit Eichen bewachſen, und der kleinſte Theil iſt mit Fichten beſtanden, deren man auch viele unter die Laubholzbeſtände gemiſcht findet. Erſt ſeit 50 Jahren ſtehen dieſe Waldungen unter der Adminiſtration, Inſpection und Direction der fürſtlichen Forſtbedienten. Vorher wirthſchafteten die Gemeinden nach Belieben darinn. Es iſt daher eine ſehr natürliche Folge der vormaligen Bewirthſchaftung, daß der Holzbeſtand vieler Diſtrikte verhauen und nicht ſo vollkommen iſt, als er ſeyn könnte, wenn ſeit langer Zeit in dieſen Waldungen regelmäßig wäre gewirthſchaftet werden. Deſſen ungeachtet findet man in verſchiedenen Gemeindswaldungen noch einzelne, ganz vorzüglich gut beſtandene, haubare Diſtrikte, wovon man ſich

kaum erklären kann, wie es möglich geweſen iſt, daß ſie bey einer ſo verkehrten Wirthſchaft entſtehen

konnten. Auch an ſtarkem Eichen⸗ und Nadelholze haben dieſe Waldungen noch einen beträchtlichen Vorrath, und alle Gemeindswaldungen in dieſem Forſte enthalten junge, theils durch natürliche, theils durch künſtliche Beſaamung erzogene Laub⸗ und Nadelholzbeſtände, die der Geſchicklichkeit und dem Dienſt⸗ eifer des unermüdeten Forſtverwalters Holzmann zu Dianenburg Ehre machen. Freylich ſind noch beträchtliche Blößen in dieſen Waldungen zu cultiviren übrig; wenn aber das Forſtperſonale mit der bis⸗ herigen Thätigkeit das Culturgeſchäft betreiben, und von den Gemeinden weniger, als bisher, darinn gehindert wird: ſo werden die Blößen ſehr bald in vortrefflichen Beſtand kommen, und faſt jede Ge⸗ meinde wird künftig im Stande ſeyn, alle Bau⸗Werk⸗ und Vrandholzbedürfniſe aus eigenen Wal⸗ dungen zu befriedigen.

Dieß mag zur allgemeinen Kenntniß dieſer Waldungen genng ſeyn. Im Aten Abſchnitte wird davon noch beſtimmter gehandelt werden.

3.) Von den Maͤrkerwaldungen.

Die Märkerwaldungen in dieſem Forſte ſind nicht unbeträchtlich. Sie liegen in der Ur⸗ vorfer und Holzdorfer Gemarkung, zwiſchen dem Aalbach und Steinbach nach der Roſen⸗ thaler Gemarkungsgrenze hin, und haben Buchen mit Eichen vermiſcht zum Beſtande.

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