ammengedrückt unl „B. weun die Thier Alvene den Hals am ark gegen den leta- en Grade des Dumn- ſferner, wenn si schirr bekleidet und sogleich zum Kaueu „Die Hülfe bestelt iger Verschlieſsung ;— im Falle 5 ut er Wunde und pol- ſeilsige Befeuchten ssig, uud de Ar- r Wande, 2u fer- atur der Ferletaten muſs die Störung Huad anders ange-
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gehen, am Halse, bei sehr grofser Entwickelung sich
zuweilen bis zum Kopfe ausbreiten, und später sich bald mehr bald weniger abwärts, oft bis zur Brust sen- ken. Zuweilen entstehen sie schon während der Blut- entleerung, mehrentheils aber bei oder nach dem Ver- schlieſsen der Wunde. Die Ursachen sind:) eine zu kleine Hautwunde und starke Compression der Vene; — 5) das Durchstechen der letztern an zwei Stellen (an der vordern und hintern Wand);— c) die gleich- zeitige Verletzung einer Arterie;— d) zu starkes Ab- ziehen der Haut von der daranter liegenden Vene, bei dem Verschliefsen der Hautwunde;— e) gehemmter Rückflufs des Blutes durch Druck auf die Ader, oder, an der Sporader und an den Venen der Gliedmaſsen, auch dadurch, daſs das Blut leichter aus der Venen- wunde nach aufsen tritt, als den Druck der vor ihm befindlichen Blutmasse überwindet.— Kleine Extrava- sate erzeugen gewoöhnlich keinen Nachtheil und ver- schwinden durch Resorption bald von selbst; grofse Er- gieſsungen wirken durch Druck störend auf die nahe liegenden Theile, und können selbst Entzündung und Verjauchung veranlassen.— Waschungen mit kaltem Wasser oder Wasser und Essig, ein mälsiger Druck auf die Operationsstelle während einer Viertel bis halben Stunde, und strenge Ruhe des Thieres, sind die ersten und mehrentheils auch die ausreichenden Hilfsmittel, um die fernere Blutung unter der Haut zu hindern. Bei Verletzung einer Arterie muſs dieselbe nöthigenfalls un- terbunden werden. Die Zertheilung befördert man am besten vom 2ten Tage an durch Waschungen mit aro- matischen Kräuterbrühen, in denen Pottasche gelöst ist.
6) Verletzung anderer Gebilde. Aufser der nothwendigen Verwundung der Haut(stellenweis auch des Hautmuskels), des Zellgewebes und der Vene, wird bei dem Aderlassen am Halse zuweilen die Dros- selarterie, die Luftröhre, oder der gemeinschaftliche Kopf- Hals- und Armbeinsmuskel,— beim Aderlassen an der Gesichtsvene mitunter die queerlaufende Gesichtsarterie und die Beinhaut,— und bei dem Aderlassen an den Gliedmafsen leicht eine Sehne, die Fesselarterie, oder ebenfalls die Beinhaut mit verletzt.
Die Verwundung einer Arterie giebt sich sogleich durch stärkeres, oft im Bogen spritzendes Hervorströ- men von scharlachrothem Blut neben dem dunklen Ve- nenblut, durch Aufhören oder bedeutendes Nachlassen dieses hellrothen Blutflusses bei einem, zwischen dem Herzen und der Wande gegen die Ader angebrachten Druck*), und sehr oft auch durch schnelles Entstehen einer Blutergieſsung unter der Haut zu erkennen. Bei Verletzung der Luftröhre fühlt der Operateur beim Einstechen gröfsern Widerstand und mehr Härte von den Luftröhrenknorpeln als von den Weichgebilden; auch erzeugt der Schnäpper und die Fliete hier ein ei- genthümliches, puffendes Geräusch, und fast immer bil- det sich ein Emphysem, welches eine flache, bei ange-
*) Bei Verwundung der Carotis kann man durch Zusammendrücken der Ader in der bezeichneten Art die Blutung nur vermindern, aber. nicht ganz zum Stillstehen bringen, weil durch. die Anasto- mosen am obern Ende dieses Gefässes noch eine bedeutende Menge Blut zur verletzten Stelle gelangt.
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brachtem Druck knisternde und sich von der Wunde aus über den Hals u. s. w. verbreitende Geschwulst darstellt.
Die Verletzung der Sehnen und der Beinhaut ist aus dem harten Widerstande, den das Instrument in der Tiefe der Theile findet, zu veenuthen und durch die Sonde sicher zu erkennen. 34 11
Diese Nebenverletzungen entstehen in den allermei- sten Fällen aus Uebereilung, Unvorsichtigkeit und aus Unkenntniſs der Lage und Beschaffenheit der bei dem Aderlassen betroffenen Theile; namentlich wird die Ca- rotis leicht verletazt, wenn man die Lanzette zu lang über die Finger hervorstehen läfst oder eine zu grofse Flietenklinge wählt; doch giebt es auch Fälle, wo die Verletzung einer Arterie wegen abweichender Lage derselben oder wegen grolser Unruhe des Thieres selbst bei Sachkenntniſs und Vorsicht erfolgt.
Kleine Wunden an der Carotis in der Längenrich- tung derselben heilen leicht, wenn man, nach gutem Verschliefsen der Wunde, das Thier mit hoch gebun- deuem Kopfe, ganz ruhig und ohne Futter, während 30 bis 48 Stunden stehen läſst, und dabei die Aderlafs- stelle fleiſsig mit kaltem Wasser, oder mit Wasser und Essig, wäscht; gröfsere Wunden, und besonders Queer- wunden, bei denen sich schnell ein bedeutendes Extra- vasat bildet, erfordern immer möglichst schnell die Un- terbindung der Arterie. An andern Stellen, namentlich an den Extremitäten, stillt man die Blutung immer sehr leicht durch einen umgelegten Druckverband, im Verein mit Ruhe und mit Anwendung des kalten Wassers. Die Unterbindung ist höchst selten erforderlich.
Die Verletzung der Luftröhre und die hierbei ent- stehenden Emphyseme bringen in der Regel keinen Nachtheil. Die Heilung dieser Verletzungen erfolgt im- mer leicht von selbst, und die Beseitigung der Emphy- seme geschieht durch kleine Einstiche, welche man durch die Haut bis ins Ebllge wahe an den geschwollenem Theilen macht. 7 buu a
Die Verletzung der Sehnen und der Beinhaut fährt oſt eine bedeutende Entzündung dieser Theile und hier- durch Lahmheit herbei. Ruhe, und die fleiſsige Anwen- dung kalter Waschungen oder Faſsbäder von kaltem Wasser, dann die Eiureibung der grauen Merkurial- Salbe, oder auch später die Anwendung der Canthari- den-Salbe, letztere um eine Ableitung auf die Haut zu bewirken, sind hier die geeigneten Heilmittel.
7) Entzündung der Aderlafswunde. Sie hat ihren Sitz entweder in der Haut und im Zellge- webe, oder in der Vene selbst.— Die Entzündung der Haut äuſsert sich durch kleine, halbrunde, etwas heifse und schmerzhafte Anschwellung an der Aderlalsstelle, wobei aber die Vene neben dieser Anschwellung, und über dieselbe hinauf, sich noch vollständig mit Blut er- füllt, wenn man sie wie zum Aderlassen comprimirt.
Die Entzündung der Vene(Phlebitis) nach dem Aderlaſs kommt am häufigsten an der Drosselvene der Pferde, nicht ganz selten auch an derselben Ader beim Rindvieh vor. Sie giebt sich durch eine, von der Ader- laſsstelle ausgehende schmerzhafte, strangförmige An- schwellung unter der Haut, im Laufe des Gefälses, zu erkennen, und wenn dabei der Druck, wie im Vorste-
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