sehr zweckmäſsige Methode des Niederlegens ist das sogenannte Niederschnüren, welches auf folgende
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Weise bewirkt wird. Man fährt das Thier auf den Ort, wo es niedergelegt werden soll, und läſst es von einem
Gehülfen am Kopfe festhalten. man das eine Ende eines etwa 15 Ellen langen Strik- kes, führt dann diesen Strick längs des obern Randes
An die Hörner lhindet
des Halses bis zur Mitte desselben, hält ihn hier mit
der linken Hand in der Lage, geht mit dem freien Ende desselben an der linken Seite des Halses hinab, unter
ist es zweckmäſsiger, ihnen die beiden Füſse einer Seite, mit kreuzweis über einander gelegten Schienbei-
nen, zusammen zu binden, und sie in diesem Zustande
zur Ausführung der Opanaionen auf einen Tisch oder eine Bank zu legen. Bei leichtern Operationen am Kopfe werden Schaafe auch recht zweckmäſsig auf die Weise gehalten, daſs ein Gehülfe sich auf einen Stuhl setzt, das Schaaf mit dem Räcken gegen sich gekehrt zwischen die Beine nimmt, und dabei mit seinen beiden
Oberschenkeln, den Kopf, die Vorderfüſse mit der lin-
der Kehle fort, an der rechten Seite hinauf bis wieder
zum Kamme, und steckt hier das Eude des Strickes unter jenem Anfange desselben durch, so dafs rund um den Hals eine einfache, sich leicht verengernde Schleife gebildet wird; mit der Fortsetzung des Strickes geht man dann längs des Kammes weiter bis hinter das Wi- woselbst man ihn wieder festhält, das Ende rund um die Rippenwände hinter den Sehulterblättern
derrüst,
herumführt, es auf dem Aufange des Rückens unter dem
hier befindlichen Theile des Strickes hindurch steckt,
und somit ebenfalls eine Jeicht zu verengende Schleife
um die Brust bildet; den Rest des Strickes führt man danu auf der Wirbelsäule weiter bis in die Gegend des 2weiten Leudeuwirbels, woselbst man ihn wieder fest- hält, mit dem freien Ende eine Umgehung um den Bauch macht, und dasselbe unter dem auf dem Rücken beſind- lichen Theil, wie an den beiden ersten Stellen, einmal qurchsteckt, und zuletzt das übrig bleibende Ende über die Mitte des Kreuzbeins nach hinten führt. Der Ge- hulfe am Kopf erhält nun den Auftrag, das Thier an den Höruern fest Zu halten, und etwas nach vorwärts zu ziehen, während ein oder zwei Gehülfen an dem hin- tern Ende des Strickes kräftig nach rückwärts ziehen.
Indem nun Hierbei Hals, Brust und Bauch durch den um
diese Theile liegenden Strick mälsig zusammengeschnürt werden, legt sich das Thier sogleich sanft auf die un- tere Seite der Brust und des Bauchs nieder. Es ist nun leicht, dasselbe auf die Seite zu wenden, seine Füfse mit Stricken zusammen zu binden, und ihm die- jenige Lage Lu geben, welche für de auszufihrende
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Oheraäoh e erfor derlleh ist. 420288 28 c. Bei den- kleinern Hausthieren. Schaafe und Ziegen aind immer leicht zu bewälti-
gen, und Können für die meisten Operationen von einem oder von zwei Gehülfen blos ſestgehalten werden. Doch
ken Hand, den Leib und die Hinterfüſse des Thieres
aber mit den Unterschenkeln durch mälsiges Zusammen-
drücken derselben,. lesthalt.
Schweine sind weniger schwer fest zu halten als zu ergreifen. Letzteres geschieht, wenn man im Stalle nicht leicht dazu kommen kann, am zweckmälsigsten auf die Weise, dafs man das Thier eutweder aus dem Stalle oder in denselben hiueintreibt, und es dabei in dem Augenblicke, wo es durch die Stallthür geht, durch
einen Gehülfen mit Letzterer einklemmen läͤſst, worauf
dem Thier sogleich beide Hinterfůlse mit einem Strick zusammengebunden werden. Auf eine zweile Art
kann man die Schweine am Hintertheil gut ergreifen
und festbinden, wenn man sie in eine flach auf der Erde
liegende Tonne, aus welcher der eine Boden herausge- schlagen ist, durch etwas Brot oder Wurzelwerk lockt; denn indem das Schwein nach dieser Lockspeise in die Tonne geht, bieten ieh die Hinterfüfse zum Ergreifen und Festbinden dar.— Das Niederlegen dieser Thiere geschieht so, daſs man dieselben mit der linken Hand an einem Ohr festhalt, mit der andern Hand aber den- jenigen Vorderfufs ergreift, welcher beim Liegen der Erde zugekehrt sein soll; indem man diesen Fufs vom Boden wegzieht, ist es leicht, das Thier nach dersel- ben N Seſte Aneuzishes und es—
Bei Hunden und Katzen mufs man Zunächst das Gebiſs dieser Thiere entweder durch einen gut passen- den Maulkorb, oder durch ein, in und um das Maul ge- legtes Band, vermittelst welchem der Unterkiefer an dem Oberkiefer festgebunden wird, unschädlich machen. Aufserdem bindet man ihnen die Füfse deder Seite Zur Aus- führung der Operation legt man sie auf einen Tisch, und läſst sie, je nach ihrer Gröſse, von 2— 4 Ge- hülfen festhalten.
kreuzweis übereinanderliegend, zusammen.


