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Svccincta Descriptio Ossium Et Musculorum Corporis Hvmani Ac Horvm Praecive Qvi In Svperficie Corporis Svnt Obvii Methodo Idonea Tabellari Concinnata : cum XIX. Tabulis aeneis / a Christiano Theophilo Hofmann Medic. Doct. Anatomiae Et Chirvrgiae Profess. Pvbl. Ord. in Viniversitate Altorfina Et Ibid. Poliatro, Academiae Imperial. Nat. Cvrios. Et Electoral. Mogvnt. Scientiar. Collega./von Christian Gottlieb Hofmann der Arzneikunst Doktor, der Zergliederungs- und Wundarzneikust öffnetl. ordentl. Lehrer der Universität Altorf, und Stadt-Physikus daselbst, der kaiserl. Akademie der Naturforscher und der kurfürstl. Mainzischen Akademie der Wissenschaften Mitglied.
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Seite
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Pacies: externa convexa, interna concava, ambae laeves.

Comnexio: in parte ſuprema cum claviculis, et ad late- ra cum cartilaginibus intercoſtalibus.

Subſtantia: in totum ſpongioſa, et tenuiſſima tantum

lamella oſſea cincta.

Vihus: cartilagines intercoſtales recipiendo, contignatio- nem pectoris oſſeam ab anterioribus implet ac perficit, quo partes reconditae magis defendantur.

Oſa innominata.

Sinus: in parte trunci infima(Tab. IX. XI. XIII. c. f. g.).

Figura: aegre definienda, omneni quĩppe reſpuens com- parationem.

Diviſio: in adultis, ut fupra iam dictum, duo ingen- tia planaque ſunt oſſa; in infantibus contra quodlibet ho- rum ex tribus diſtindtis cartilagineque ſeparatis fruſtis, in medio fere magni acetabuli(Tab. IX. fig. 2. h.) conſpiran- tibus, conſtat; pars ſuperior, poſterior ſimulque maxima

tum demum os ileum(Tab. IX. fig. 1. e.), inferior et me-

dia os iſchium(Tab. IX. fig. 1. f.), anterior autem et mini- ma os pubis ſeu pectinis(Tab. IX. fig. 1. S.) ſalutatur: haec tamen fruſtula procedente tempore ita inter ſe confluunt, ut in adultis ne minimum quidem priſtinae diviſionis veſti- gium detegi poſſit.

Regiones: ſuperficies externa antrorſum valde irregularis, nonnihil convexa, retrorſum concava; notanda hic prae- cipue profunda illa cavitas, acetabulum vulgo dicta, rece-

ptioni capitis femoris(Tab. XIII. fig. I. 2. r. r.) dicata, in

cuius fundo parva inſuper foveola, ligamentum ſic dictum teres amplectitur; circumcirca acetabulum adeſt margo cartilaginoſus, ſupercilium vulgo dictus, ad caput femoris arctius firmandum; ante acetabulum foramen adeſt magnum ovale(Tab. IX. XIII. B. B.), muſculis propriis obturatoriis totum fere clauſum. Superficies interna concava, eminen- tia quadam, ab oſſibus pubis incipiente transverſimque ad os ſacrum usque progrediente, diſtincta eſt; lineam trans- verſalem vocant, et ſpatium ſub hac pelvis fundum. Al- ſumuntur praeterea in hoc oſſe quatuor margines, ut I. ſu- perior, criſta ſeu ſpina quoque dicta, cartilagine obducta, retro circa tuberculum ilei poſterius oritur, aſcendendo ar- cum format, et terminatur in tuberculo ſuperiori; 2. an- terior, ab hoc tuberculo usque ad ſymphyſin oſſium pubis extenſus; prope originem ſuam monſtrat planam et pro- fundiorem exciſuram, funiculum ſpermaticum et vaſa cru- ralia tranſmittentem; 3. inferior, a coniunctione oſſium pu- bis usque ad tuberoſitatem amplam, craſſam, inaequalem iſchii, quae proprio ligamento ſatis firmo latoque, iſchia- dico- ſacrum vulgo dicunt, oſſi ſacro neditur; et 4. po-

ſtcrior ab hac tuberoſitate ad tuberculum poſterius ilei pro-

tractus;

Gegenden: die aͤuſere Flaͤche iſt gewoͤlbt, die innere hingegen ausgeholt, und beide ſind glatt.

Zuſammenhang: oberwaͤrts mit den Schluͤſſelbeinen und zu beiden Seiten mit den Rippenknorpeln.

Subſtanz: durchaus ſchwammicht, und nur mit einer ſehr duͤnnen Knochenhaut umkleidet.

Muzen: die Rippenknorpel aufzunehmen, und dadurch die Bruſthoͤle von vorne volkommen zu machen, wodurch die darinnen enthaltenen Theile kraͤftig beſchuͤzt werden.

Die ungenannten Beine.

Lage: an dem untern Theil des Stamms(Tab. IX. XI. XlII. e. f. g.)

Geſtalt: iſt ſchwer zu beſtimmen, denn ſie iſt mit nichts zu vergleichen.

Eintheilung: es ſind dieſes bei Erwachſenen, wie ſchon oben erinnert worden, zwei groſe und flache Knochen; bei Kindern hingegen beſteht jeder derſelben aus drei verſchiede⸗ nen und durch Knorpel abgeſonderten Stuͤken, die faſt in der Mitte der groſen Pfanne(Tab. IX. fig. 2. h.) zuſammenſto⸗ ſen, wo ſodann der obere, hintere und groͤſere Theil das Huͤft⸗ oder Darmbein(Tab. IX. fig. 1. e.), der untere und

mittlere das Geſaͤsbein(Tab. IX. fig. 1. f.), und der vordere

kleinſte das Scham⸗ oder Schosbein(Tab. IX. fig. 1. g.) ge⸗ nennt wird. Dieſe Stuͤke verwachſen ſich jedoch mit der Zeit dergeſtalt unter einander, daß man bei Erwachſenen auch nicht die geringſte Spur des ehemaligen Unterſchieds mehr bemerken kann. Gegenden: die aͤuſere Oberflaͤche iſt vorn etwas ge⸗ woͤlbt, hinten aber ausgehoͤlt; vorzuͤglich bemerkt man daran die tiefe Hoͤle, die man gewoͤhnlich die Pfanne nennt, und

die den Kopf des Schenkelbeins(Tab. XIII. fig. 1. 2. r. r.)

aufnimmt; in deren Grund noch eine kleinere Vertiefung iſt, worinnen ſich das ſogenannte runde Gelenkband befeſtigt; faſt um die ganze Pfanne herum iſt ein knorplichter Rand, den Kopf des Schenkels feſter zu halten; gleich vor dieſer Hoͤle das groſe laͤnglichrunde Loch(Tab. IX. XIII. B. B.), wel⸗ ches durch eigene Muskeln faſt gaͤnzlich verſchloſſen wird. An der innern Flaͤche, die ausgehoͤlt iſt, bemerkt man haupt⸗ ſächlich eine Erhabenheit, die ſich vorne an den Schambeinen anfaͤngt, und quer durch bis ans heilige Bein geht; man nennt ſolche die Querlinie, und den Raum unterhalb derſelben, den Grund des Bekens. Man nimmt auch uͤberdis an dieſem Bein vier Raͤnder an, nemlich 1. einen obern, der mit Knorpel uͤber⸗ zogen iſt, und den man auch den Kamm nennt, und hinterwaͤrks

an einer Erhabenheit des Darmbeins anfaͤngt, und in Geſtalt

eines groſen Bogens vorwaͤrts lauft, wo er ſich in einen ſtum⸗ pfen Winkel endigt; 2. einen vordern, der bei der Erhabenheit dieſes Winkels anfaͤngt, und bis an die Zuſammenfuͤgung der Schambeine geht; dieſer hat gleich bei ſeinem Anfang einen flachen und einen etwas tiefern Ausſchnitt, durch wel⸗ chen der Samenſtrang und Blutgefaͤſe zum Schenkel heraus⸗ gehen; 3. einen untern, der an der Zuſammenfuͤgung der Schambeine anfaͤngt, und bis zur groſen, diken und unebe⸗

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