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Svccincta Descriptio Ossium Et Musculorum Corporis Hvmani Ac Horvm Praecive Qvi In Svperficie Corporis Svnt Obvii Methodo Idonea Tabellari Concinnata : cum XIX. Tabulis aeneis / a Christiano Theophilo Hofmann Medic. Doct. Anatomiae Et Chirvrgiae Profess. Pvbl. Ord. in Viniversitate Altorfina Et Ibid. Poliatro, Academiae Imperial. Nat. Cvrios. Et Electoral. Mogvnt. Scientiar. Collega./von Christian Gottlieb Hofmann der Arzneikunst Doktor, der Zergliederungs- und Wundarzneikust öffnetl. ordentl. Lehrer der Universität Altorf, und Stadt-Physikus daselbst, der kaiserl. Akademie der Naturforscher und der kurfürstl. Mainzischen Akademie der Wissenschaften Mitglied.
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non attingentes et cartilaginibus ſuis abdominalibus muſcu-

lis inhacrentes, ſpuriarum nomine inſigniuntur.

Sternum ordinarie componitur ex tribus diſtindtis fru- Kis, quae tamen non raro, inprimis in ſenibus, in unum continuum coaleſcunt. 8i tres adſunt partes, ſuperior ſcu- tum ſeu manubrium, media corpus ſterni et inferior pars cartilaginea mucronata, ſeu enſiformis, ſeu xiphoides ap- pellatur, quae ſacpius tota oſſea imo nonnunquam bifurca- ta apparet. Veteres haec nomina ideo impoſuerunt ſter- no, quia cum pugionis vel gladioli figura aliquo modo con-

venit.

Pelvis baſin quaſi reliquorum trunci oſſium conſtituit, extremitatesque ſimul inferiores trunco adiungit. Compo- nitur autem, praeter os ſacrum, cui proprie ſpina dorſi in- ſiſtit, ex ofſibus innominatis, quorum in adultis duo ad- ſunt, quae ſingula in infantibus iterum ex tribus conſtant

partibus diſtinctis, ſuperior eaque maxima portio ileum ſeu os coxae, inferior ſimulque poſterior iſchium, anterior au-

tem os pubis ſeu pectinis ſalutatur.

III. Notiſſima eſt res, per artus corporis intelligi bra- chia et pedes. IIla artus ſuperiores, hi inferiores audiunt. Superiorum quodvis ſub ſe comprehendit claviculam, ſca- pulam, humerum, antibrachium ex radio et ulna conſtans, manumque extremam, ex carpo, metacarpo et digitis fa-

brefactam.

Carpum conſtituunt octo oſſa parva admodum inaequa- ſia et irregularia, in duos ordines diſpoſita. Ordo ſuperior extremo inferiori antibrachii appoſitus; inferior metatarſum reſpicit. Prioris ordinis oſſa ſunt 1. os naviculare, ſeu ſcaphoides, ſeu cottyloideum, 2. lunare ſeu lunatum, 3. triquetrum ſeu cuneiforme, et 4. piſiforme, ſeu orbicula- re ſeu lenticulare. Poſterioris ſunt 5. multangulum maius, ſeu trapegium, ſeu rhomboides, 6. pyramidale ſeu multan- gulum minus, ſeu trapezoides, 7. magnum, ſeu capitatum, et 8. unciforme ſeu hamatum.

Mletacarpi quatuor oſſa, ob maiorem, quam inter ſe alunt analogiam, non propris inſigniuntur nominibus, ſed tantum magnitudine, quae a primo digito incipiendo ver- ſus minimum nonnihil decreſcit, adeoque ſolis numeris di- ſcernuntur.

Quilibet digitorum tria habet diſtincta oſſa, in tres phalanges ſeu ordines diviſa, quorum ille, qui metatarſum verſus ſpedat, longiſſimis robuſtiſſimisque gaudet oſſibus, duo reliqui proportionate gracileſcunt.

Ad extremitates inferiores ceu totius trunci fulcra nunc deſcendamus, quibus adnumerantur oſſa femoris, patellae genuum, tibiae cum fibulis et pedes extremi, qui fere ut in manibus, in tarſum, metatarſum et digitos pedis diſtin- guuntur.

Tarſus

Bruſtbein nicht voͤllig, ſondern verlieren ſich in den Unter⸗ leibsmuskeln, und werden deswegen falſche genennt.

Das Bruſtbein beſteht gewoͤhnlich aus drei abgeſonder⸗ ten Stuͤken, die doch zuweilen, beſonders bei ſehr alten Perſonen, in ein Einziges zuſammenwachſen. Wenn drei verſchiedene Stuͤke zugegen ſind, ſo nennt man das Ober⸗ ſte den Schild oder Handgriff, das Mittlere den Koͤrper, und das Untere zugeſpizte den ſchwerdfoͤrmigen Knorpel, der aber oͤfters ganz verknoͤchert iſt, und zuweilen zwei Spi⸗ zen hat. Dieſe Benennungen ſind daher entſtanden, weil man ehedem zwiſchen dem Bruſtbein und einen Dolch groſe Aehnlichkeit warzunehmen glaubte.

Das Beken nun dient zur Grundlage aller Knochen des Stamms, und verbindet zugleich mit dieſen die untern Glied⸗ maſen. Es beſteht aber auſer dem heiligen Bein, worauf ei⸗ gentlich das Ruͤkgrad ruhet, auch noch aus den ungenann⸗ ten Beinen, deren bei Erwachſenen nur zwei ſind, obgleich bei Kindern jedes wiederum aus drei unterſchiedenen Stuͤken zuſammengeſezt iſt, da denn der obere und groͤſere Theil das Darmbein oder Huͤftbein, der untere und hintere das Weich⸗ bein oder Geſaͤsbein, der vordere aber das Schos⸗ oder Schambein genannt wird.

III. Unter den Gliedmaſen verſteht man wie bekant die Arme und Fuͤſe. Jene werden die Obern, dieſe die Untern genannt. Jedes der Obern begreift in ſich das Schluͤſſel⸗ bein, Schulterblat, Oberarmknochen, den Vorderarm, der

aus dem Ellenbogenknochen nebſt dem Spindelknochen be⸗

ſteht, und die Hand, die wiederum in die Handwurzel, die Mittelhand und die Finger eingetheilt wird.

Die Handwurzel wird von acht kleinen und unebenen Knochen gebildet, die in zwei Reihen ſtehen. Die obere Reihe ſchlieſt ſich an den untern Theil der Vorderarmkno⸗ chen an, die untere hingegen ſieht nach den Knochen der Mittelhand. Jener ihre Knochen heiſen 1. das Schiffoͤr⸗ mige Bein, 2. das Halbmondfoͤrmige, 3. das Keilfoͤrmige und 4. das Erbſenfoͤrmige. Dieſer ihre ſind 5. das un⸗ gleichvierſeitige⸗ oder Tiſchbein, 6. das pyramidenfoͤrmige oder kleine Tiſchbein, 7. das groſe oder koͤpfichte, und d. das hakenfoͤrmige Bein. 1

Die Mittelhand hat vier Beine, die wegen ihrer meh⸗ rern Aehnlichkeit keine beſondre Namen haben, ſondern nur durch ihre Groͤſe, die vom erſten Finger bis zum kleinſten immer um etwas weniges abnimmt, und durch die bloſe Zahl unterſchieden werden.

Von den ſaͤmtlichen Fingern hat jeder drei beſondre Knochen, die man in drei Reihen oder Ordnungen eintheilt, wovon diejenige, die an die Mittelhandknochen anſtoͤſt, die laͤngſten und ſtaͤrkſten hat, die uͤbrigen beiden aber verhaͤlt⸗ nismaͤſig kuͤrzer und duͤnner werden.

Wir kommen nun zu den untern Gliedmaſen, als den Stuͤzen worauf der ganze Koͤrper ruht, zu welchen gezaͤhlt werden das Schenkelbein, die Knieſcheibe, das Schienbein nebſt dem Wadenbein und der Fus, welcher wie wir bei der Hand geſehen, in die Fuswurzel, Mittelfus und Fuszehen eingetheilt wird.

Die

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