— 204—
messer eine Rinne, welche von dem Saume unter dem vordern Ende des Hufknorpels anfängt und, ein wenig schräg nach hinten gehend, am Tragerande endet, so dafs sie von der senkrechten Linie des Hufes(densel- ben stehend gedacht) sehr wenig abweicht und somit auch durch die Hornfasern nur in einem sehr spitzen Winkel geht. Dieterichs schreibt vor: daſs die Rinne von oben und vorn so sehr nach hinten und unten ge- hen soll, daſs sie die Hornfasern„beinahe in die Quere“ durchschneidet. Ich halte dies nicht für zweckmäſsig, weil bei dem Abtrennen eines so sehr schräge gebilde- ten Hornlappens, wenigsteus am Vordertheil desselben, die Horn- nnd Fleischblättchen nicht in ihrer Längen- richtung, sondern zum Theil seitlich aus einander gézo- gen werden, wobei heſtige Ausdehnung der Fleisch- wand, ja selbst stellenweise Abreifsung derselben vom Huſbein entsteht. Der Gewinn, welcher bei dem schrä- gen Schnitt durch Erhaltung eines Stückchens der Horn- wand entsteht; kommt gegen jene und noch andere Nach- theile kaum in Betracht.— Eine zweite Rinne schnei- det man an dem hintern Ende der Trachtenwand, vor dem Uebergange in die Eckstreben, vom Saume bis zum Tragerande, dem Laufe der Horufasern parallel. Nun schneide man noch eine dritte Rinne in der weiſsen Li- nie von der ersten bis zur zweiten Rinne der Wand. Sämmtliche Rinnen müssen überall gleichmäſsig bis auf die Fleischblättchen geführt sein, jedoch ohne dieselben grob zu verletzen.
Nun durchschneidet man mit der Spitze eines lor- beerblattförmigen Messers in den sämmtlichen Rinnen oder Furchen den Rest des Horns bis auf die Fleisch- wand,— ergreift dann mit der Beiſszange den, an sei- nen Gränzen getrennten Horulappen an dem untern Raude,— ziehet ihn kräſtig aber langsam von der Sohle ab nach auſsen und oben, d. i. gegen die Krone, in die Höhe und treunnt hierdurch die Hornblättchen von den Fleischblättchen in der Längenrichtung derselben. Da diese Verbindung oft, besonders bei alten Pferden und in trockenen Hufen sehr ſest ist, so muſs man hierauf achten und, wenn die Trennung durch die Zange allein an einer oder der andern Stelle nicht gleichmäfsig er- folgen will, dieselbe durch einen Hebel, z. B. die Hau- klinge, und durch ein zwischen die Horu- und Fleisch- wand geführtes Lorbeerblattmesser befördern, jedoch so, dafs die letztere dabei möglichst geschont werde. Ist auf diese Weise der Hornlappen bis an den Saum gelöst, so drehet man die Zange in der Richtung von vorn nach hinten um ihre Längenachse, wodurch der Saum in der- selben Richtung ganz gelind von der Fleischkrone abge- schält und das ganze Horustück eutfernt wird.
Hierauf schneidet man die Hornränder recht dünn und glatt, um Druck und Reizung von ihnen in der Folge zu vermeiden.
Um nun zu dem Knorpel zu gelangen, macht man mit einem geballten Bistouri etwa 2— 3 Linien unter der Fleischkrone einen Queerschnitt durch die Fleisch- wand in der ganzen Breite des blofsgelegten Theils und bis auf den Knorpel. Dann führe man die Spitze eines lorbeerblattförmigen Messers, die concave Fläche desselben gegen den Knorpel gekehrt, unter den obern
Rand dieser Wunde und, indem das Messer abwech- selnd vor- und rückwärts bewegt wird, trenne man die Krone und die Haut darüber von dem Knorpel bis zum obern Rande desselben und in seiner ganzen Länge. Nun folgt der schwierigste Akt der Operation, nämlich die Ablösung des Knorpels an seinem untern Rande von dem Hufbein, so wie an seinem vordern und hintern Ende und an seiner innern Fläche von den mit ihm ver- bundenen Theilen. In dieser Hinsicht ist, abgesehen von seiner Verwachsung mit dem Hufbein, so wie von Ge- fäfsen und Nerven, besonders zu beachten: 1) daſs der Kunorpel an seinem vordern Ende durch ein vorderes und unteres Band mit dem Hufbein, so wie eben da- selbst an der innern Fläche mit dem Seitenbande des Kronen-Hufgelenks in ziemlich fester Verbindung steht; 2) daſs sich am hintern Ende der innern Fläche ein vom Fesselbein kommendes Band festsetzt, und— 3) dafs hinter jenem ersten Bande die innere Fläche des Knorpels durch sehr zähes Zellgewebe mit der Kap- sel des Hufgelenks innig zusammenhängt. Diese letztere Verbindung, die wegen der möglichen Verletzung der Ge- lenkkapsel bei jeder dieser Operationen die wichtigste ist, liegt fast in der Mitte des vordern Drittels des Knor- pels und fällt an der Krone in eine Linie, welche man bei ausgestrecktem Fuſse an der Seite desselben durch die Längenaxe des Kroubeins und weiter über die Krone und die Seitenwand bis zum untern Rande des Hufes führt.— Es kommt also darauf an, diese verschiedenen Verbindungen zu trennen, ohne das Gelenk zu verletzen, und demgemäſs verfährt man so:
Man führt ein schmales ganzes, oder noch besser, ein sogenauntes halbes lorbeerblattförmiges Messer ¹) unter die vom Knorpel abgelöste Krone und Haut bis über das hintere Ende des Knorpels, setzt es daselbst, die Schneide abwärts gerichtet, an und schneidet in einem kurzen Zuge das Knorpelende von dem Zell- gewebe der Ballen bis auf den Fleischstrahl durch, wen- det dann die Schneide nach vorn und trennt den Knor- pel bis zu seiner Mitte von dem Aste des Hufbeius, kehrt hier die Schneide des Messers nach oben(dem Fessel zu) und spaltet den Kuorpel in eine vordere und eine hintere Hälfte. Der Gang des Messers beschreibt somit etwas mehr als einen halben Kreis und die Schnitte durch den Knorpel gehen nicht in gerader, sondern in schiefer Richtung durch seine Dicke. Sehr zweckmä- ſsig ist es, wenn man bei diesen Schnitten beständig der operirenden Hand einen festen Stützpunkt giebt, in- dem man den Daumen an die passenden Stellen des Hufes setzt, während man den Messergriff zwischen den übrigen Fingern und der Handfläche hält.— Die, auf diese Art gröſstentheils gelöste hintere Hälfte des Knor- pels erfaſst man mit der Pinzette oder dem scharfen Haken, spannt durch Hervorziehen aus der Tiefe die sie noch festhaltenden Theile des Zellgewebes und
durch-
*¹) Da man am besten immer vom hintern Ende her schneidet, so muss das halbe lorbeerblattförmige Messer für den äussern Knor- pel der beiden rechten und für den innern Knorpel der beiden linken Füsse mit seiner Schneide nach rechts,— für den äussern Knorpel der linken, so wie für den innern Knorpel der rechten Füsse aber mit der Schneide nach links gerichtet sein.
lurchschne fernt weri unter den noch fests dieselbe V gegen den 6. W. bis Schneide pel vom I erſaſst maàl ihn hervor bestehende dieser VO. zeichnete bande Zus spanlel, drücken. Nack dem Fing zelne Knc geblieben Pinzette: ängstlich durch die verletzt; wenn ma beugt un⸗ seuförmig ſsen läls Die niget un gewöhnl Werg u und die deckt, gleichſo bringen filz ode menen! der 3— windet d'Arbe spricht Wande durch s und die und dure erhalten tungen der letz durch d Allgeme ersten d den odde Sebuiten letztere nete V. schuelle sucht w Huleise


