archtreten im Fesselgßenb, ha- keun zwei Sehuen augleia und nd besonders, Weuu die Sehen gesund und ohne Adhäsiauen ge den sich frei und weit unridh. Beseitigung dieser au gun in die Thiere in den ersten li le hen, umwickelt das Fesselgei a legt(uach Miquel ud he teſel von ſestem Leder un de sen Ungegend Waschugen h a spitituösen Mitelu. Lunä er erst in 6— 8 Wochen u Dperationswunde. zeigt der perite Fols wübrenl aderude Bewegug uit den Jes- t des Aufhebeus und YVotsälss- eutsteht besouders dam, Wem
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menhange stehenden Nerven durchschnitten sind; da je- doch hierdurch immer nur eine Folge und eine Erschei-
nung des krankhaften Zustandes, niemals aber dieser
selbst aufgehoben wird, so kann der Nervenschnitt auch nur ein Palliativmittel sein. Dies ist wohl zu erwägen und, nebst den möglichen üblen Folgen der Operation, mit Rücksicht auf die Eigenthümlichkeit eines jeden Fal- les, dem Eigenthümer des Thieres vorher zu erklären.
Diese üblen Folgen, welche nach der Operation ein- treten können, bestehen darin: α) daſs das Thier nicht nur die schmerzhaften Empfindungen, sondern überhaupt die Empfindlichkeit in dem operirten Fuſse verliert, und zwar bald mehr, bald weuiger vollständig, in dem Ver-
hältnisse, wie eben nur ein Nerv oder sämmtliche Ner-
ven desselben durch die Operation betroffen sind;— 5) daſs es daher auch in diesem Verhältnisse den Fuſs mit ungemessener Kraft gegen den Boden stöſst, weil es wenig oder gar kein Gefühl und namentlich auch keine Schmerzen mehr hat;— o) daſs hierbei leicht Quetschung und Entzündung der Theile im Hafe entste- hen, das Strahl- oder das Hufbein zerbrechen oder die Beugesehne desselben zerreiſsen kann, besonders da diese Theile oft schon vorher krankhaft mürb und dünn sind;— d) daſs bei dieser mangelhaften Empfindlich- keit des Fuſses oft Verletzungen, namentlich durch das Vernageln, durch Eintreten von Nägeln u. dgl., durch Druck des Hafeisens, Steingallen u. s. w. übersehen werden, bis groſse Zerstörungen durch Ulzeration ent- standen sind;—«) daſs in Folge der heftigern An- strengungen des operirten Fuses die in demselben noch mehr oder weniger forthestehende Krankheit oft zu ei- nem höhern Grade erregt und die Degeneration so weit gesteigert wird, daſs nach einiger Zeit die Lahmheit wieder bedeutend vermehrt erscheint, deshalb eine Wie- derholung der Operation nöthig wird;— †) daſs eben dies auch der Fall sein kann, wenn die Nervenenden an der Durchschneidungsstelle nach einiger Zeit wieder zu- sammengeheilt sind; und— 9) daſs in Folge der sub — e genannten Verhältnisse zuweilen ein Ausschuhen an dem operirten Fuſse entsteht und dabei das Thier in den meisten Fällen verloren geht. §. 169.
Trotz dieser Schattenseiten ist der Nervenschnitt dennoch ein vortreffliches, und oft das einzige, Hülfs- mittel in allen Fällen: wo Thiere in Folge eines unheil- baren sehmerzhaften Uebels im Hufe oder in den näch- sten Theilen über demselben mit chronischem Hinken be- baſtet sind; wie namentlich in den letzten Stadien der sog. chronischen Hufgelenkslahmheit oder Fuſsrollenent- zündung(nach Brauell, Magaz. f. Thierheilk. Bd. XI. S. 1.), nach geheilten Brüchen des Kron- und Huf- beins, bei Exostosen an diesen Knochen, so wie am Fesselbein(Ringbein, Schaale), bei Verknöcherung der Hafknorpel, bei Wucherung der Hornmasse an der inr- nern Seite der Wände(zu dicke Narben), bei einem hohen Grade des Zwanghufes, bei andauernden Schmer- zen im Hufe oder der Hufbeinsbeugesehne nach Ver- letzungen durch eingetretene Nägel u. dgl.
Obgleich die meisten dieser Zustände, ihrer Natur nach, entweder wirklich unheilbar oder doch nur bis zu
einem geringen Grade zu verbessern sind, so sollte man bei theuren Pferden, namentlich Beitpferden, doch zu der Operation erst dann schreiten, wenn alle andere Mittel vergeblich angewendet sind, hierdurch die Un- heilbarkeit des Falles noch mehr erwiesen und die Ope- ration ganz gerechtfertiget ist. Denn ein so operirtes Pferd verliert immer in seinem Werth, theils wegen der möglichen Folgen, theils weil es einen weniger ange- nehmen Gang erhält. Bei ordinären Zugpferden von ge- ringem Werth kann man die Operation jedoch ohne Zeit- verlust unternehmen, um die Kosten einer andern Kur zu vermeiden und die Thiere eher arbeitsfähig zu machen.
Bei der chrouischen Hufgelenkslahmbeit ist die Hoff- nung auf einen guten Erfolg der Operation gröſser, wenn vorher die Entzündung ganz beseitiget und wenn der Huf in regelmäfsiger Form und von fester Beschaffen- heit ist. Dagegen muſs man fürchten, daſs bei stark zusammengezogenen, schiefen und platten Hufen durch das harte Auftreten nach der Operation um so leichter Quetschungen(Steingallen) und Entzündungen im Hufe entstehen, welche sich oft bis zu dem Gelenk fortpflan- zen; eben so, daſs bei poröser, mürber Beschaffenheit des Horns durch dieselbe Ursache der Huf leicht sehr ausgebrochen und hierdurch das Pferd für längere Zeit unbrauchbar wird. Wo eine groſse Geneigtheit zu Stein- gallen besteht oder wo tiefe Steingallen vorhanden sind, ist die Operation(wie Spooner ganz richtig bemerkt) nicht zu empfehlen.
§. 170.
Der Nervenschnitt kann bei den oben genaunnten krankhaften Zuständen entweder 4) über dem Fessel- gelenk oder— 5) unter demselben, und— c) entwe- der nur an einer Seite oder zugleich an beiden Seiten
des Fuſfses ausgeführt werden. Diese Modifikationen
haben nothwendig auch Verschiedenheiten in der Aus- breitung und im Grade der lähmenden Wirkung zur Folge, die man wohl beachten mufſs. Jeder Mittelnerv oder sog. Schienbeinnerv an der innern und der äuſsern Seite der Vorderbeine, und eben so der innere und der äuſsere Sohlennerv der Hinterbeine theilt sich bekannt- lich gerade auf dem Fesselgelenk in einen vordern und in einen hintern Zweig, von denen der Erstere sich in der Haut au der vordern Fläche des Fessels, in der Kronenwulst und in der vordern Partie der Fleisch- wand,— der Andere aber in der hintern Partie der Fleischwand, im Fleischstrahl, der Fleischsochle und um das Hufgelenk verbreitet. Hieraus erklärt es sich: wie bei dem Durchschneiden eines Nervenastes über dem Fesselgelenk die ganze betreffende Seite des Fuſses, aber bei der Durchschneidung des innern und des äufsern Astes zugleich der ganze Fuſs die Empfindlichkeit ver- liert, und— wie diese Wirkung nur auf die Theile an der vordern oder der hintern Fläche des Fuſses be- schränkt ist und der andere Theil noch einen gewissen Grad von Gefühl behält, wenn man nur den vordern oder den hintern Zweig unter dem Fesselgelenk durch- schneidet. Die Operation über dem Gelenk gewährt im- mer einen sicherern Erfolg hinsichtlich der Aufhebung des Hinkens, führt aber auch die oben angedeuteten üb- len Folgen eher herbei, als die Operation unter dem 49*½
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