2) 0(28⸗ Fuͤrſten und groſſen Haͤnptern
be: Dieſes iſt die einige Urſach/ warum allein bey denen Egy⸗ ptiern die Medicin vormals/ nicht ſo wohl bey andern Voͤlckern/ ei⸗
nen ſo herꝛlichen Anfang gewon⸗
nen: Es entbloͤdeten ſich auch ihre Koͤnige nicht/ die Leichnam kuͤnſt⸗ lich zu zerlegen/ um ihre gehabte
Kranckheiten beſtermaſſen ken⸗
nen zu lernen: Es bezeuget die⸗ ſes auch die Heil. Schrifft Genef. L. 2.3, 26. daß ich jetzo nichts von Herodoto, Plinio, Platone und Galeno ſage/ welche alle/ der Egyptier ſorgfaͤltigen Fleiß/ in dieſem Stuͤck hoch ruͤhmen: Wann die Egyptiſche Aertzte/ auf den Befehl des Joſephs/ den Leich⸗ nam ſeines Vatters Jacobs ſal⸗ ben und beſchicken muſten/ wel⸗ ches denn auch Joſepho/ nach ſei⸗ nem Tod und Abſchied wieder⸗ fahren; eroͤffneten ſie denſelben geſchicklich/ und nahmen die Thei⸗ le des Leibes/ ſo einer ſchnellen Faͤulung unterworffen/ kuͤnſtlich durch beſondere Iuſtrumenta her⸗ aus/(Wie dann Herodotus aus⸗ druͤcklich eines krummen Eiſens gedenckt/ durch welches ſie das
Gehiru pflegten durch die Naß⸗ loͤcher/ artlich heraus zu ziehen)
alsdenn fuͤlleten ſte den hohlen Leib/ nach Art/ welche Koͤnigen/
eigen iſt/ mit koͤſtlicher Specerey/ und balſamirten ihn mit herꝛli⸗ cher Salbe.
Es hatten nemlich die Egyptiet nicht ſo gar alles vergeſſen/ was ſie vor langer Zeit/ von denen alten Judiſchen Patriarchen und Ertz⸗ Vaͤttern/ ſo bey ihnen gewallet/ A⸗ braham/ Iſaat/ Jacob/ und deſſen 12 Soͤhnen/ Fharet; ſondern in der uͤbrigen Verfinſterung ihres Herzens und Siñes/ war noch die⸗ ſes Licht ſchimꝛernd uͤbergeblieben; es habe der Menſch eine unſterbli⸗ che Seele und Geiſt in ſich/ der wañ er durch den Tod vom ſterbli⸗ lichen Leibe getrennet wuͤrde/ wie⸗ der/ nach einer Erweckung uñ Auf⸗ erſtehung/ in dieſe Glieder komen wuͤrde/ und dieſelbe beſeelen dahe⸗ ro wolte ſie lieber dieſe der Seelen geweſene Huͤtte und Haͤuſelein/ al⸗ ſo ihrer Bluts⸗Freunde und Au⸗ gewandten Glieder/ auf die beſt⸗ moͤglichſte Art/ gegen die Verwe⸗ ſung verwahren als durch ein Feuer und koͤſtliches Rauchwerck/ nach Art der uͤbrigen Heyden/ ſo keine Hoffnung der Auferſte⸗ hung hatten/ alsbald nach der ih⸗ rigen Abſchied/ verzehret wiſſen.
Daß aber eine Auferſtehung/
und mitdem Tode nicht alles gan gus


