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Julii Casserii, Placentini, und Danielis Bucretii Anatomische Tafeln, zusamt deroselben höchstnöthigen Erklärung
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8. 1 Xr Jufplen TLg 1 1 3363.

1 FLH. k,uralszuünn uncerſte Schiendentne

Muccci/ ſiohnmeſ

Schirndens/ zuſſße klanen Rohre/ aſoum Zwiſchen⸗Bandeche chan der ganze St met Nnc /uD di'runden udirträ unpendizen Auna e daun oder Sranande Vorfaſes aaus

2n Wurftam

9

2 4 ö ööööſſͤnͤI

Von denen Fuß⸗ uſceln des vordern und mittlern Fuſſes. 1 5

Muſeel ertſprungen mit einẽ ſtarcken ner⸗

voſen Anfang von dem obern auswen⸗

digen faſt vordern Seite des Hefftbeins/

an deſſen gantzen Seite er im herabſteigen

anhaͤnget/ lencket um den auswendigen Knorren/ den er vor eine Rolle brauchet/

ſeine knorplichte Senne zuruck/ welche in

Vorbeygehen an der Seite des oſſis cal- canei mit einem beondern Bande veſte

genacht wird/ und nahe an dem Wuͤrf⸗

fel⸗ foͤrmigen Knochen bey Erwachſenen ein eigen Knoͤchelgen/ wie die olſa ſelamoi⸗-

dea geſtaltet/ angewachſen zeiget/ folglich/ weiter uͤber die Fußſole und innere zwi⸗

ſchen⸗knoͤchige Muſceln zu des Mittel⸗ B

fuſſes Beingen/ ſo die groſſe Zehe traget/ hinlaͤufft/ und ſich an deſſen auſſern Sei⸗ te oben beveſtiget/ Tab. XL, fig. 1, V; fig. 2, B0D, ſein Anfang/ Tab. XL, fig. 2, B, der Bauch/ Cd, und Senne/ DD. Dion, ſo dieſen ponæum longum nen⸗ net/ ſtatuiret in ſeiner Anatomie noch einen

zweyten poſteriorem oder tertium, nem⸗

lich den kurtzen/ deſſen Anfang herſtamme von des Hefftbeins Untertheile/ und in des Mittel⸗fuſſes an dem kleinen Finger ſtehendes Knoͤchelgen eingepflantzet werde.

Auf die an dem auſſerſten Fuſſe be⸗

findliche ſpann⸗adrichte Bande/ li⸗ gamentum) zu kommen/ ſind ſolche zu doppeltem Gebrauch beſtimbt/ einige hal⸗ ten die Sennen derer Muſceln/ damit ſie nicht unter der Bewegung aus ihrem ge⸗ hoͤrigen Lager weichen/ andere binden die Gebeine mit einander zuſammen. Jenes verrichten drey/ das erſte iſt forne an dem Gelencke des Fuſſes mit dem Schien⸗ bein gelegen/ das andere erſtrecket ſich von dem inwendigen Knorren biß zum

erſen⸗Beine/ und machet gleichſam zu ſicherer Durchlaſſung derer Sennen/ drey Ringe/ ſo z. daſelbſt befindlichen Kruͤm⸗

men(ſinus) umſpaͤnnet feyn/ Tab. XI. fig. 2. DP; das dritke gehet von denen aus⸗ wendigen Knorren zum Ferſen⸗Beine⸗ und iſt uͤber zwey Kruͤmmen gezagen: ſo

ſind auch auf der Fußlolen uͤberzwerche

Baͤnder anzutreffen/ welche die Sennen derer Muſceln/ die das andere und dritte Finger⸗Gelenck beugen/ faſſen/ Tab. XLII, fig. 1, DDDD; Tab. XLIII, fig. 1. Bz und auf den Ruͤcken des Fuſſes eines/ ſo die vier tendines des Muſcels/ welches das dritte Gelenck der Zehen außſtrecket/ Tab. XL, fig. 2, KKKK, zuſammenfuͤget: auch alle Finger haben ein haͤutichtes

Die Bander/ ſo die Knochen zuſam⸗ menbinden/ ſind mancherley/ denn 1. wird die Kote/(talus) Koten⸗Gebein oder Sprung/, und die Schienroͤh⸗ ren/ zuſammen gebunden/ mit 3. Baͤn⸗ dern/ das erſte haͤutichte verwahret das Eingelencke der groſſen Schiene mit der Kote/ das andere kommt von dem auf⸗ ſern Theil der Kote her/ und wird der groſſen Schienroͤhre eingepflantzet/ das dritte verbindet das außwendige Theil des Kotenbeins mit der kleinen Roͤhre/

dieſe beyde letztern haben faſt eine knoͤr⸗

plichte Subſtanz; e, und die Fußwur⸗ Zel oder Vorfuß/(tarſus) mit funff Baͤn⸗ dern/ das erſte haͤutichte verwahret das Gelencke des Sprungs und Ferſen⸗ Beins/ das andere/ welches mit denen

folgenden knorplicht iſt /) gehet von dem untern Sitze des Sprungs zur Ferſe/ das

dritte kommt von dem Nacken der Kote hervor/ und gehet ins Schiff⸗Bein/ das vierte beveſtiget den Nacken des Schiff⸗ Beins mit dem Wurffelfoͤrmigen Beine/ das funffte verknuͤpffet ebendiß Bein mit der Ferſe/ und umgiebet das Gelencke.

V 2 2. Fuͤgen

Band/ vinculum membranoſum, ſo die Sennen beveſtiget.