Druckschrift 
Julii Casserii, Placentini, und Danielis Bucretii Anatomische Tafeln, zusamt deroselben höchstnöthigen Erklärung
Seite
154
Einzelbild herunterladen

II. Gaſtrocnemius vel furalis inter- nus, das inwendige Waden⸗Maͤuß⸗ gen unſers Authoris, von andern genen⸗ net ſoleus, ſolearis, weil er einer Fiſch⸗ Aalen nicht ungleich iſt/ er lieget unter denen gemellis, und entſpringet von dem hinterſten Anhange der kleinen Roͤhre/ oder wo die kleine und groſſe zuſammen⸗ ſtoſſen an beyden huntern und obern Theile/ wird beym Abſteigen allmaͤhlich in einen ziemlich⸗breiten Bauch/ von welchem und des auſſern Waden⸗Maus⸗ gens erhabenen Fleiſche/ die Waden formiret werden/ ausgeſpannet/ welcher unter der Wade in eine ſehr ſtarcke/ mit des vorhergehenden gar genau verknupff⸗ ten Senne/ gehet: Dieſe alſo gemein⸗ ſchafftliche oder in eins zuſammengehen⸗ de Senne/ iſt die allerdickeſte und ſtar⸗ ckeſte des gantzen Leibes/ chorda magna Hippocratis genennet/ der groſſe Strang/ woran/ weil ſie vor ihrer Einpflantzung ein wenig von dem Schienbeine abſtehet/ und einen Zwiſchenraum machet/ das geſchlachtete Vieh auffgehanget wird/ ſie wird dem Ferſen⸗Beine einverleibet/ bißweilen aber gehet ſie weiter unter der Kußh biß in die Gegend der Zehen

ort/ Tab. XXXIIX, fig. 2, LMMN;

Tab. XLI, fig. 1, PP, ſein Anfang/ Tab. XXXIIX, fig. 2, L, der Bauch/ MM, die Senne/ N.

III. Plantaris, der Fußſolen Muſcel/

entſtehet von dem auswendigen Unter⸗ Haupte des Schenckel⸗Beins/ mcht weit von dem Knieſcheiben⸗Maͤusgen/ wird ſo fort zu Fleiſche/ hat aber einen kleinen kurtzen Bauch/ weil er bald un⸗

ter dem Knie zu einer duͤnnen/ runden

und ſehr langen Senne wird/ welche zwiſchen beyden Waden⸗Mausgen hin⸗ ab ſteiget/ ſich mit dieſer ihrer Senne

40. 41. Tafel/ zur Seiten bey der Ferſen vermiſchet/ und veſte einſetzet bey dem inwendigen Knorren in die Ferſe/ andere wollen auch mit in die Fußſole/ in deſſen Haut er ablumiret wurde/ zum Schuz der

drunter verborgen liegenden Sennen nd

Muſceln. Weil dieſer in der Knie⸗Kehlen

liegende Muſcel nicht allezeit gefunden wind/ ſcheinet ſein Nutz nicht gar zu groß zu ſeyn/ ab XXXIIX, fig. 2, 1KK; Tab. XILi, fig. 1, ds Hauptlein/ Tab. XXXIIX, fg. 2,1; ſein runder Haar⸗

wachs/ Tab. XXXIIX, fig. 2, KKK; Tab.

XLI, fig. 1, RRR; der breite Haarwachs auf der Fußſolen/ T. XLII, fig. 1, DDD b; fig. 2, BBBB.

Die zwey ſchlimm⸗ziehende ſind/ einwaͤrts der tibiaus poſticus, außwarts peronæus pricmus.

I. Tibialis, cruralis poſticus, nauticus, der hinterſte Schienbein oder Schif⸗ Leute Muſcel/ iſt oben am Hinter⸗Theil des Schienbeins/ zwiſchen der groſſen und kleinen Roͤhre/ alſo von beyden und deren Zwiſchen⸗Bande entſproſſen/ ſtre⸗ cket ſich an der gantzen Schiene/ an der er veſt anſitzet/ hinab/ und laufft mit ſeiner laͤnglicht⸗runden und ſtarcken Senne bey

dem inwendigen Knorren durch deſſen

Einſchnitt oder Spalte unterhalb in das⸗ jenige Vorfuſes(rarſus) Beingen/ ſo mit dem Wurffel⸗ſoͤ migen zuſammen⸗ ſtehet/ oder in den innern Theil des Schiff⸗foͤrmigen Beins/(os ſcaphoides, naviculare,) Tab. XXXIX, fig. 2, EE; Tab. XL, fig. 1, DD0; Tab. XLI, 6g. 1, LL; fig. 2. LLz ſein Anfang/ Tab. XXXIX, fig. 2, e, runder Haarwachs/ Tab. XXXIX, fig. 2, f;z 7ab. XL., fig. 1, E3 Tab. XI.I, fig., M. II. Peronæus primus vel poſticus, fibei- læus, der erſte und hinterſte Hefftbein 8 Muſcel

2 f s

jd-