28 Des Il. Buchs/ VI Taffel/ 1.2 3. 4. Figur. weder durch das Siebfoͤrmige Bein/
oder ſonſten dahin uͤberbracht/ oder all⸗ da durch eigene Druͤſen von dem Gebluͤ⸗ te abgeſondert worden/ dahin ausflieſſe: zumahlen in dieſe Stirn⸗Höoͤlen/ bißwei⸗ len eine/ auch wohl zwey Pulß⸗Adern/ von denen auswendigen Aeſten der Schlaaf⸗Puls⸗Adern entſproſſen/ durch kleine beſondere Loͤchergen hinein lauffen/ begleitet von Blut⸗Aedergen/ die in die aͤuſſere Troſſel⸗Adern ſich endigen/ aus welchen Geſaͤſſen das Blut aus der Naſe/ bey An⸗oder Zerſtoſſung des Haupts hervorquillet/ ſiehe Vieuſſens l c. pag. 191.
Gruben foſſa) hat das Stirn⸗ bein nur 4. nemlich zwey außwendige/ ſo den obern Theil bey der Augenleiſſen/ und zwey inwendige/ ſo die kleinen inwen⸗ digen Cavitaͤten der Hirnſchale machen/ abſonderlich wird eine Grube naufwaͤrts durch die Mitte des Stirnbeins einge⸗ praͤgt zu Bewirthung oder Einlaſſung der groſſen Hoͤle(Rnus) des harten Hirn⸗ Saͤutgens/ Tab. VI. fig. z. BB. daß aber keine Furchen/ flache Holen oder Nieder⸗ druckungen des Beins an der Stirn zu finden ſeyn/ iſt Urſache/ daß hier zwar Muſceln/ die ſonſten in ſolchen Grubgen ihre Befeſtigung haben/ von dieſem Beine den Urſprung nehmen/ weil aber deren wenige ſind/ und nur die/ welche alleine die Stirn zuſammenruntzeln/ und damit
des obern Augenlieds Aufhebung/ wenn
man die Augen weit aufthun wil/ befoͤr⸗ dern/ dannenhero einen groſſen Trieb und
ſonderliche Laſt in ihrer Verrichtung nicht
uͤbernehmen duͤrffen/ waren ſolche flache Hoͤllen nicht noͤthig/ Clopton Havers l. c. P.G2, b
Letzlich kommen die Loͤcher/ de⸗ ren ſind/ 1. zwey/ bißweilen auch nur eins/ rund oder langliche/ eins auf jeder Seitt/ in der Mitte der Augenbraunen/ ſo/ daß
ſie ſich in die Augenleiſſe endigen/(deren Platz manchmahl ein kleines Gruͤbgen er⸗
ſetzet /) wodurch ein Aſt des dritten/ andere ſagen/ des funfften Nerven⸗Paars gehet/ Tab. III. DD. Tab VI. fig. 1. DD. 2. Ein inwendiges kleines in die Hirnſchale hineinſehendes/ und uͤber der Scheide⸗ wand oder Hanenkamme des Siebfor⸗ migen Beins gelegen/ welches mit obigen weiten Hoͤlen der Stun und auch der Naſen Gemeinſchafft zu haben ſcheinet/ jedoch nicht vor offen und durchgaͤngig al⸗
lezeit wil gehalten werden/ Tab V. fig. 1.
c Tab. VI. fig. z. c. auch gedenckt der Au⸗ thor zwey vor die Geſichts⸗Nerven/ Lab. VI. fig. z. HH. 3. Noch andere gantz klei⸗ ne ſind auch inwendig fuͤr die Gefaͤſſe des Mitteltheils des Beines da. Zu geſchwei⸗ gen/ daß a. in dem obern Theil des Stirn⸗ beins/ auch iv denen Vorhaupts⸗Beinen um die Winckel/ ſo in der Krantz⸗Naat vorkomm n/ und uͤberall auf beyden Sei⸗ ten der Pfeilnaat/ ſeynd unzehlich viel pori oder Loͤchergen anzutreffen/ die durch die gantze Subſtantz ſolcher Beine gehen/ zu Außt daͤmpffung der ſeuchten/ nebelichten/ uͤberfluͤſſigen und ſchaͤdlichen Duͤnſte/ ſo innerhalb der Hirnſchale aufſteigen. Die⸗ ſes wird wahrſcheinlicher/ wenn wir be⸗
trachten/ wie leichte uñ offte der Schweiß
an der Stirn außbricht/ da andere Theile darvon frey ſeyn/ in Anſehung deſſen kan man ſchlieſſen/ daß hiex noch ein anderer Weg und Weiſe außzufuhren ſeyn muͤſte/ als der/ da aus dem Gebluͤte durch die un⸗
terhaͤutichte Druͤſen/ welche wie in allen/ ſo auch


