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wenn ein Bein mit einem Ende das ande⸗ re annimmt/ mit dem gegen uͤber ſtehen⸗ den Ende aber von einem andern Beine wieder aufgenommen wird/ wie bey denen
Gewerb⸗Beinen geſchiehet/ deren eines
das obere annimmt/ und von dem dar⸗ unter gelegenen wieder aufgenommen wird; drittens/ da ein Bein gleich einer Achſe vom Rade aufgenommen wird/ gleichwie das andere Wirbel⸗Bein von dem erſten.
Eine Gliederung und Fuͤgung/ die en⸗
gge und ſo compact iſt/ daß kein Raum
zur Bewegung/ deſſen alſo auch gar keine/ oder doch ſehr ſchwache und ſchwere vor⸗ gehet/ uͤbrig bleibet/ wird ſynarthroſis, coarticulatio genennet/ und geſchiehet wiederum auf dreyerley Art/ als da iſt/ die Naat/ ſurura, Zuſammen⸗Leimung oder ſchlechter Strich/ harmonia, und Zuſam⸗ men⸗Nagelung/ gomphoſis, conclavatio. Die Naat iſt eine Zuſammenfuͤgung derer Beine/ wie wann ſie zuſammen genaͤhet waͤren: Sie iſt wahr und acht/ ſerrara, wenn zwey Beine wie zwey Saͤgen mit ih⸗
ren Zaͤhnen ineinander gehen; oder falſch
und unacht/ ad unguem, wenn ſie gefuͤgt ſind nach Art zwey uͤbereinander geſchobe⸗ nen Finger⸗Naͤgel/ oder uͤbereinander lie⸗ genden Schuppen; beyde Arten ſind an denen Beinen der Hirnſchalen zu finden. Harmonia vereiniget die Beine mit einer ſchlechten geraden oder runden Linien/ wie zu ſehen an allen Anhaͤngen/ und den Bei⸗ nen des obern Kienbackens. Gomphoſis, wenn ein Bein in das andere gehet wie ein Nagel ins Holtz/ dergleichen die Zäͤh⸗ ne in ihre Hoͤhlen eingeſetzt ſind. Von obernenneten beyden Einlenckun⸗
gen/ der Diarthroſi und Synarthroſi nimt
Theil/ von jener wegen der Hoͤlen und Haͤupter/ von dieſer wegen der unkaͤntli⸗
chen Bewegung/ amphiarthroſis neutra,
dubia, die zweiffelhaffte/ keine von beyden/
wie zu beobachten an der Fuͤgung der Rip⸗ pen mit denen Wirbeln/ und der Hand und Fuß⸗Wurtzel⸗Beinen unter ſich. Wiederum auff das andere Stuck der erſten Eintheilung zukommen/ iſt die Zu⸗ ſammenwachſung(ſymphyſis) eine natuͤr⸗ liche Vereinigung derer Beine/ vermittelſt welcher zwey durch unausgeſetzte Folge eins werden; ſolche beſtehet demnach in conti- nulrate, unausgeſetzter Verlaͤngerung/ die Vergliederung oder Gelencke aber in con- tiguitate, und Beruͤhrung eines Beines mit den andern. b Sie wird gefunden zweyerley/ denn ei⸗ nige Beine/ die ſo weich und ſchwammicht ſiynd/ wachſen ohne einigen ſichtbaren Mittel⸗Stuͤck zuſammen/ dergleichen die Anhange/ weil ſie weich und knorplich/ ih⸗ rem Haupt⸗Beine/ wie die drey Knochen des Darm⸗Beines mit einander bey denen Kindern/ und die Beine des untern Kinn⸗ backens thun. Andere aber die feſter und drocken ſind/ haben die Vereinigung mit
zwiſchenſtehendem andern Coͤrper/ als ei⸗
nem Mittel/ welches dreyerley iſt/ ein nervos oder vielmehr ſpann⸗aderichtes Band/ dahero ſolche Fuͤgung ſynde- moſis, connexio ligamentoſa, ſyneuro- lis heiſſet/ und faͤllet bey aller diarthroſi vor: ein Knorpel/ mittels welchen die
Schaam⸗Gebeine mit ſich/ das Darm⸗
und Huͤfft⸗Bein mit dem heiligen/ der un⸗ tere Kinnbacken mit dem Schlaff⸗Beine verbunden ſind/ heiſſet ſynchondroſis cartilaginoſa„ Zuſammen⸗ Kroſpelung; ein Fleiſch/ meiſtens muſculoſes/ gleich⸗ wie zuſammengeſetzt werden das Zungen⸗ oder zweyhoͤrnige Bein/ wie auch das Schulterblatt/ mit andern nechſt anſte⸗
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