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Von denen Beinen. 17
Beinen/ vornemlich aber an denen Wir⸗ beln und den untern Kinnbacken zu ſehen. Der Anhang/ Anwachs/ Zuſatz/ iſt ein Bein dem andern durch bloſes unmittelba⸗ res Anſtehen/ vermittels unter ſich haben⸗ der in einander gehenden Hoͤlgen und Er⸗ hobenheiten/ doch ohne Bewegung verei⸗
niget/ offte ein kleines an das groͤſſere/ ſo
daß es nicht ein eigener Theil deſſelben ſey/ angewachſenes/ durch eigene Umſchreibung abgetheilet/ inwendig hol und ſchwam⸗
migt/ auswendig mit Knorpel beleget/ auch
an ſich gantz Anfangs faſt knorplicht/ bey Erwachſenen aber in ein feſtes Bein ver⸗
haͤrtet/ ja bey denen Alten verwaͤchſet die⸗
ſer Anhang mit dem Haupt⸗Beine ſo feſte/ als obs nur ein Bein mit ihme waͤre/ daß
man dahero/ zu genauer Erkaͤntnuͤß
ſolcher Anſaͤtze zugelangen/ die Kno⸗ chen der kleinen zarten Kinder/ ſo leichtlich von einander gehen/ anſchauen muß/ und wahrnehmen; an der groß und kleinen Bein⸗Schiene oben und unten/ dem Ach⸗ ſel⸗Beine/ Ellenbogen⸗Roͤhre/ Arm⸗ Schiene deren zwey/ drey an dem Darm⸗ Beine/ und viere an dem groſſen Schen⸗ ckel⸗Beine. Es gibts auch die obſervantz/ daß die Natur bißweilen aus Anhaͤngen Fortſatze/ und aus dieſen hinwiederum jene
mache/ auch denen Fortſaͤtzen noch uͤber diß teti Anhaͤnge mittheile.
Solche Anhaͤnge dienen ſo wohl zu Beugung derer Beine in Mutter⸗Leibe/ und mehrer Sicherheit und Staͤrcke der Einlenckung und ihrer Be⸗ wegung/ als auch ebenfals die Muſceln und Spann⸗aderige Baͤnder/ mit ihrer mehr/ als die Knochen weichern Subſtantz anzunehmen. b
Was nun Dion in ſeiner Anaromit/ de⸗ nen Anhaͤngen vor Unterſchiede der Geſtalt nach alleine zuſchreibet/ ſolches wollen an⸗ dere mit beſſerm Grunde denen Fortſaͤtzen
zulegen/ Andreas Laurentius aber in ſei⸗ ner anatomiſchen Hiſtorie II. Buchs/ 4. Cap. will es von beyden geſagt haben/ da⸗ hero/ es ſey ein Anhang oder Fortſatz/ wenn das Bein mit einem runden Hoͤcker heraus ſtehet/ ſo ſelbiger klein und nieder⸗ gedrucket/ wird es der Knorren/ Knuͤbel/ condylus, ſo er groß und breit/ das Haupt genennet/ und wenn unter dieſen ein ſchlan⸗ cker laͤnglichter Theil lieget/ als wie/ wenn das Haupt von einem ſchmalen und engen Anfange allmaͤhlig breiter werde/ heiſſets der Nacken oder Halß/ welcher allezeit ei⸗ nen Fortſatz/ das Haupt aber gemeinig⸗ lich ein Anhang iſt. Wenn ein Bein mit einer zugeſpitzten Hervorragung ſich endi⸗ get/ wirds corona, mucro genennet/ ſol⸗ che Spitzen ſind wieder von unterſchiedli⸗ cher Figur/ eine hat die Geſtalt eines Grif⸗ fels/ ſtyloides, ein andere eines Raben⸗ Schnabels/ coracoides, die dritte einer
Dutten/ maſtoides, wiederum eines Zah⸗
nes/ odontoides und ſo weiter. Welche Vortſaͤtze aber an dem Umkreiß derer Hoͤ⸗ len/(ſinus) als Leffzen uͤberhangen/ und deren Tieffe vermehren/ fuͤhren den Nah⸗ men der Lippen oder Augbraunen/ deme zur Befeſtigung der vergliederten Beine ein rundes ſpann⸗aderichtes Band angeheff⸗
Und dieſes ſind die Theile derer Rno⸗ chen insgemein/ nun fallen ihre Hoͤlen zu betrachten vor/ von denen die Loͤcher/ welche zum Durchgang der Blut⸗Gefaͤſſe und Nerven beſtimmet/ ſchon oben vorge⸗ weſen ſeyn/ und noch ſolche in der bali der Hirnſchale/ anders und beſonders aber in den Huͤfftbeinen anzutreffen.
Ein Graben oder Grube hat zwar ei⸗
nen Eingang/ aber keinen Außgang/ deſſen
Rander gleichſam mit kleinen bergichten
Hervorragungenerhaben ſind/ als da iſt/ B 2 das


