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Julii Casserii, Placentini, und Danielis Bucretii Anatomische Tafeln, zusamt deroselben höchstnöthigen Erklärung
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Voͤn denen Beinen. 5

Gefaͤſſen/ blaͤſichten Druͤſen/ haͤutichten Saͤckgen/ und der oͤlichten Materie/ wel⸗ ches alles von einem allgemeinen Haͤutgen eingeſchloſſen wird. Die Arterien kommen ſeitwaͤrts durch gewiſſe Loͤcher des Kno⸗ chens/ durch welche auch die Blut⸗Adern meiſtens zuruckkehren/ und theilen ſich nicht eher/ als biß ſie in Hoͤlgen/ wohin ſie alleine gewidmet kommen/ in einen ab⸗ und auff⸗ waͤrts ſteigenden/ und dieſe abermahl in an⸗ dere viele Aeſte/ faſt vor jede blaͤſichte Druͤſe einen. Und ſolche Blaͤßgen werden/ ſo viel aus der Gleichheit der Subſtantz zu ſchlieſ⸗ ſen/ formiret von derer Puls⸗Adern auß⸗ wendigen Haͤutgens beſonderer Erlaͤnge⸗ rung und Außſpannung/ die noch uͤber dieſe fortgehende die Saͤckgen/ und nach dem allen das gemeine/ alle Theile des uͤberall in denen Hoͤlgen befindlichen Marcks ein⸗ ſchlieſſende Haͤutgen ſelbſten zuwege brin⸗

get. Dieſes duͤnne zarte durchſichtige netz⸗

ſormige Haͤutgen wird feſte an ſeinem un⸗ mittelbar anliegenden Beine ſo wohl mit denen kleinen Blut⸗Aedergen/ als auch mit

beſonderer Einſetzung in der innern Taffel

Quer⸗Loͤcher/ allwo ſie auch poros hat/ durch welche Wege das Marck in die Sub- ſtantz der Knochen eingehet: In ſeinem Be⸗ griff liegen unmittelbar die viele haͤutichte an Groͤſſe und Figur ungleiche Saͤckgen/ in dieſen aber und zwar wenigſtens in einen drey/ insgemein aber gar viele miteinander uͤbereinkommende/ das Marck von dem Blute abſondernde und bewahrende gar kleine runde gleich groſſe Druͤſen als Blaͤß⸗ gen/ welche unter ſich und mit denen Saͤck⸗ gen/ auch dieſe miteinander durch gewiſſe poros und Gange communiciren/ und al⸗ o das oͤhlichte aus einem ins andere/ von denen mittlern in die zur Seite flieſſen koͤn⸗ ne/ getrieben durch die Folge ſein ſelbſten/ als

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auch von der zuſamen ziehenden Krafft derer

Saͤckgen und Blaͤßgen/ biß es komme in die

Subſtantz derer Knochen obbemeldeter maſ⸗

ſen/ oder auff gleiche Weiſe in die Gelen⸗

cke/ durch die Quer in die langen/ nach und

nach biß in die viele Loͤchergen und kleine Gaͤnge/ ſo in denen Enden/ wo ſie knorplich ſcheinen/ gar haͤuffig/ und in denen Gruͤb⸗

gen zur Seite zu ſehen ſeyn/ damit die Bei⸗

ne derer Gelencke glatt und ſchluͤpfrig ge⸗ machet/ vor die durch hefftige und ſtetige Bewegung ſonſt entſtehende Erhitzung und Abnuͤtzung bewahret/ auch ſpannaderige Bende und Knorpel befeuchtet werden moͤchten. b Gleichwie nun die Beine/ vornemlich die Roͤhren/ am ſichtbarſtẽ/ inwendig mit einem Haͤutgẽ unterzogen ſind; alſo ſind auch aus⸗ wendig alle Beine des gantzen menſch⸗ lichen Leibes/ ausgenommen die Zaͤhne/ ſo weit ſie auſſer dem Zahn⸗Fleiſche hervorra⸗ hen/ die Geleich(Selamoidea) und Ge⸗ hoͤr⸗beinigen/(an welchen letztern doch nach Erforderung ihres gemeinen Nutzens/ man ſolches jetzo ſetzen will) uͤberzogen mit einem duͤnnen durchſichtigen aus zar⸗ ten Faden/ die in vielen Reihen und Ord⸗ nungen uber einander geleget/ zuſammen⸗ geſetzten ſehr empfindlichen nervoſen Haͤutgen/ perioſteum genannt/ ausge⸗ zieret/ mit vielen Puls⸗und Blut⸗Adern/ Nahrung und Lebens halber/ und haͤufigen ausgeſtreueten Nerven/ die ſo wohl als je⸗ ne in die Subſtantz derer Beine/ und ihr un⸗ terſpannetes Haͤutgen/ die Blut⸗Gefaͤſſe auch ſo gar in das Marck fortgehen. An einigen Orten iſt ſie dichter als an andern/ an der auswendigen Flaͤche gleicher als an der inwendigen/ allwo ſie theils viele Fur⸗ chen und Runtzeln hat/ theils kleine Huͤ⸗ gelgen/ oder wo ſie in die Einſchnitte und B Super-