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Anleitung für Landleute zu einer vernünftigen Gesundheitspflege worinn gelehret wird wie man die gewöhnlichsten Krankheiten durch wenig und sichere Mittel hauptsächlich aber durch ein gutes Verhalten verhüten und heilen kann : Ein Hausbuch für Landgeistliche, - Wundärzte und verständige Hauswirthe zumal in Gegenden wo keine Aertze sind / Dr. Heinrich Felix Paulitzky Gräflich-Leiningischen Landphysikus der Grafschaft Guntersblum [et]c.
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32 urſachen der gewoͤhnlichen Krankheiten Uade

dungen, in allen

Man kann zwar dei Ausbruche mancher Krankheiten, der Fluͤſſe, des Gliederreißens, Seitenſtechens und dergl. zuvorkommen, und ſie oft noch in ihrem Anfange heilen, wenn dieſe Krankheiten durch Hemmung der Ausduͤnſtung entſtanden ſind, und wenn man die Ausduͤnſtung gelinde befoͤrdert. Aber das darf nur durch ſolche Mittel geſche⸗ hen, welche die Hitze und das Fieber mehr vermindern als veriſtaͤrken, und den Trieb der Saͤfte ſanft nach der Haut hinleiten: man darf es daher nicht wagen, ein anderes Mittel zu dieſem Endzweck zu gebrauchen, als etwa lauliges Waſſer, Thee von olderbluͤthen oder warme Milch, worin Holderbluͤthe gekocht worden. Man ſollte ſchlechterdings niemals den Schweiß erzwingen, weder G durch Stubenhitze oder dicke Bedeckungen, noch durch erhitzende ſchweißtreibende Mittel. Sonſt trocknet man b

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den Kranken aus, man verſtaͤrkt ſein Fieber, und verur⸗

ſacht gefaͤhrliche Entzuͤndungen, und mehrere ſchlimme Zufalle, die ſchon oben im 25.§. erzaͤhlt worden. Es iſt unglaublich, wie viel Unheil durch dergleichen Dinge, V wie durch gluͤhenden Wein, Theriak, Hirſchhornſpiritus, wen n ddͤfe 6 Schwitztropfen, Giftiropfen, die ehedem ſo beruͤhmte ken um, Halliſche Goldtinktur, ꝛc. angerichtet wird⸗ In den Haͤnden uu kunen der Unverſtaͤndigen ſind ſie ſchon zu Moͤrdmitteln fuͤr un 4 b Tauſende geworden. Insbeſondre verdient der große rn ch 4 1 Mißbrauch des Branteweins, der Liqueure und Aquavite m. erwaͤhnt zu werden. Die Hausvaͤter, welche dergleichemn nacj geiſtige Liqueurs bereiten, oder doch ordentlich zu Haunſe(nn halten, ſind gemeiniglich ſehr geueigt, eine allgemeine. Fag Hausmedizin daraus zu machen. Sie geben ſie ohne fht ag Unterſchied bey jedem Anfall einer Krankheit, als erwaͤr⸗ h gli 6 mende und ſchweißtreibende Minel. In manchen Faͤlten 84 koͤnnen ſie dienlich ſeyn, wo kein Fieber, keine Wallung tin 4 im Blute, kein feſtſitzender Schmerz irgendwo im Koͤrper V dah fhe

orhanden iſt; aber den Fieberkranken, denjenigen, die vorhanden iſt; F nken, Li engg ſtagne