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28 Hrſachen der gewoͤhnlichen Krankheiten
§. 23.
Verſäumniß.
Faſt alle Krankheiten haben ihre Vorboten, und man kann ihnen oftmals noch ausweichen, oder ſie doch gelinder machen und abkuͤrzen, wenn man gleich, ſobald als man ſich uͤbel befindet, ein gutes Verhalten beobachtet, und die ſonſt zweckmaͤßigen Huͤlfsmittel braucht. Aber nichts iſt gewoͤhnlicher, als daß diejenigen, die krank werden, noch eine Zeitlang zuſehen wollen, ob ſich die Natur nicht etwa ſelbſt helfe, und indeſſen in der gewohnten Lebensart fortfahren, ſo lange ſie koͤnnen. Daruͤber verſchlimmert ſich die Krankheit und wird unordentlich, und oft ſieht man zu ſpaͤt erſt die Nothwendigkeit ein, einem Uebel auf gute Art zu begegnen, das leicht haͤtte abgewendet oder geheilt werden koͤnnen, wenn es im Anfang nicht waͤre zu geringe geſchaͤtzt und verwahrloßet worden.
Manche darben aus Armuth. Bey dieſen ſteigt das Elend zum hoͤchſten, wenn ſie erkranken. Oft haben ſie keine Bedeckung, kein Pläͤtzchen, wo ſie gegen die widrige Witterung geſchuͤtzt waͤren, keine Pflege oder irgend einige Beyhuͤlfe, nichts um ſich zu laben, oder den Durſt zu loͤſchen.— Es iſt nicht zu verwundern, wenn der
Mangel an allem, was nothwendig iſt, und die daher
ruͤhrende Kleinmuͤthigkeit dieſer Unglücklichen, ihre Krank⸗ heiten, wenn ſie auch an ſich nicht ſo gefaͤhrlich ſind, zu einem Grad verſchlimmert, dem ſie unterliegen muͤſſen.
§. 24.
Unreinlichkeit in den Krankenſtuben— verdorbene Luft.
Mehrentheils liegen die Kranken auf dem Lande in
engen verſchloſſenen Stuben oder Kammern, wo die Luft durch ihre Ausduͤnſtungen, beſonders bey hitzigen und
fauligen
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föülen Fo m klch oder doſ git nich miß einer C wel ſe geii⸗ al Wan a


