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Zwe und dreyssig Hochzeitpredigen über Außerlesene Sprüch der Schrifft, Alten und Newn Testaments, bey Fürstlichen, Gräfflichen, Adelichen und anderer vornehmer und Ehrlicher Leute Hochzeitlichen Ehrentagen am SCasslischen und Marpugischen Fürstlichen Höfen, so dann auch bey der Universitet zu Marpug und Giessen gehalten und auff vielfaltiges begeren in Druck gegeben Durch / Johannem Winckelmannumg, der H. Schriff Doctorem und in der Universitet zu Giessen Professorem , Pfarheren daselbsten und des Oberfürstenthumbs Hessen Darmbstatischen theyls Superintendenten
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4² Vom Leben Henoch ſonders Lob der Gottſeligkeit fuͤr andern frommen Leuten gehabt habe. Auß vngleichem Verſtand dieſes ſpruchs Syrachs iſt bey den Alten die Meynung entſtanden/ die auch Cyprianus ergriffen/ es werden Henoch vnd Elias vor dem Juͤngſten Tag ins Leben widerkommen/ vnnd ſich dem Antichriſt widerſetzen. Was Eltam betrifft/ hat zwar Malachias/ der

Prophet/ Capit. 4. geweiſſagt/ daß er fuͤr dem groſſen vnnd herꝛlichen Tag deß Herꝛn kommen der das Hertz der Vaͤtter bekehren werde zu den Kin⸗ dern/ vnd das Hertz der Kinder zu jhren Vaͤtteen. Aber ſolches hat der Herꝛ Chriſtus/ Matth. 11. vnd 17. erklaͤrt von Johanne dem Taͤuffer/ ſo im Geyſt vnd Krafft Eliæ fuͤr dem Herꝛn Meſſia herkommen/ vnd hat durch ſein Buß⸗Predigt jhm den Weg bereytet. Von Henoch aber findet man in der Schrifft kein Zeugnis/ ſondern das Syrach ſagt/ daß er ein Exempel der Buß der Welt were/(‿‿ρνμᷣχ s εετas uis“eais,) ſolchs iſt er gewe⸗ ſen beyd im Leben vnd auch bey ſeinem Nachkommenen nach ſeinen Todt. Die Epiſtel an die Hebreer Commendiert vnd ruͤhmet dieſen Henoch vnter allen ſo zwiſchen Abel vnd Noah gelebt haben in der erſten Welt.

b Lehr. Da Enoch nũ/ geliebte im Herꝛn/ ſtehet vns zum Exempel vñ

Spiegel eines frommen/ Gottſeligen vnd H. Manns/ dem wir

ſollen nachfolgen/ vñ wie allhie die ſprach deß H. Geyſtes lautet/ fuͤr Gott leben vnd wandeln/ oder ein Goͤttlich Leben fuͤhren. Wie hernach auch von Noa/ Gen. 6. ſteht: Noah war ein fromer Mann vnd oh⸗ ne Wandel/ vnd fuͤhret ein Goͤttlich Leben zu ſeinen zeiten. Das iſt nun an⸗ ders nicht als eygentlich im glauben Wandeln/ inmaſſen es die Epiſtel an die Hebreer erklaͤrt/ durch den Glauben hat er Gott wolgefallen/ das iſt nun anders nicht/ als wañ ein Menſch mit gantzem Hertzen ſich ſtewret vnd ver⸗ laͤſt auff Gottes Gnade in Chriſto dem Heyland vns verheiſſen/ vnnd ſich

deſſelbigẽ Mitlers allein Troͤſtet/ durch welchen der Fluch hinweg genommen

vnd der Segen widerbracht/ darauß erfolget/ daß er denſelbigen ſo guͤtigen

Gott Hertzlich lieb hat/ fuͤrchter jn/ hat jhn fuͤr Augen/ als der alles weyß/ al⸗

les ſihet/ fuͤr dem auch Finſternis nicht ſinſter iſt/ vnd die Nacht iſt fuͤr ihm

diecht wie der Tag/ Pſalm 330. Fuͤr dem alles offen ſtehet vnd bloß iſt/ Heb. 4. Vnd derowegen ſich auch fuͤr Suͤnden huͤtet. 8

Wolte Gort das diß die jetzige Welt wolbedaͤch te vnnd zu Genu

fuͤhret/

hun'm

Porten drrfſeind eicht ſe lin bey roſſen. vrſchul eſand in ſcha

Goͤttit

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Cap. N wollet Derda Hern,

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