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Zwe und dreyssig Hochzeitpredigen über Außerlesene Sprüch der Schrifft, Alten und Newn Testaments, bey Fürstlichen, Gräfflichen, Adelichen und anderer vornehmer und Ehrlicher Leute Hochzeitlichen Ehrentagen am SCasslischen und Marpugischen Fürstlichen Höfen, so dann auch bey der Universitet zu Marpug und Giessen gehalten und auff vielfaltiges begeren in Druck gegeben Durch / Johannem Winckelmannumg, der H. Schriff Doctorem und in der Universitet zu Giessen Professorem , Pfarheren daselbsten und des Oberfürstenthumbs Hessen Darmbstatischen theyls Superintendenten
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den/ vnd mit hertzlicher inbruͤnſtiger Liebe vnd ſpricht: Das iſt doch Bein

Von der Erſten Eheſtifftung

die groſſe Weißheit Salomons hoch gerhuͤmet/ i. Reg. 4. Daßer habe gere⸗

det von Baͤumen vom Ceder an zu Libanon/ biß an den Iſop/ der auß der Wand waͤchſt: Auch geredt habe von Viehe/ von Voͤgeln/ Gewuͤrm von Fiſchen/ ꝛc. Aber wann man Salomons vnd aller Menſchen Weißheit zuſammen ſchmeltzt/ ſo iſts doch nichts gegen der Weißheit deß erſten Men⸗ ſchen. Es haben Ariſtoteles vnd andere Natur⸗Kindger zwar groſſe vie⸗ le Buͤcher de natura animalium, Item herbarum,&c geſchrieben/ welches alles groſſe Muͤhe/ Arbeit/ vnd Erfahrung zekoſtet/ will groſſer Vnkoſten geſchweigen/ vnd iſt doch nichts zu rechnen gegen der vortrefflichen wiſſen⸗ ſchafft vnſerer erſten Eltern vor dem Fall. Noch muͤſſen wir Gott fuͤr das vbrige dancken/ daß er vns ſo viel gibt/ daß wir der Thier/ Gevoͤgel/ Krei⸗ e nnn anderſt zu vnſerer Nahrung vnd heilſamer Artzney zu gebrauchen haben. b Der Ander Theyl. 8 aſſet vns hoͤren/ wie Gott der Herꝛ dem Menſchen ein Gehuͤlffin gemacht/ vnnd ſie jhm zugeſellet. Da ließ Gott der HErꝛ einen Sueffen Schlaff fallen auff den Menſchen/ vnd er entſchlieff. Es iſt diß nicht ein ſchlechter ſchlaff geweſen/ ſo Adam/ da erohne zweiffel

ſich an einem feinen luſtigen gruͤnen Ort im Paradeiß gelegt/ durch Gottes

Wuͤrckung oberfallen/ ſondern ein tieffer Schlaff/ darmit/ wann vnſer Herꝛ Gott jhm ein Riebe mit Fleyſch auß der Seyten nchme/ er durchauß kein Wehe noch Schmertzen fuͤhlete. Vnd nam ſeiner Rieben eine/ vnd ſchloß die ſtaͤtte zu mit Fleyſch: Diß iſt durch das Wort deß Herꝛn alſo geſchehen/ Vnd Gott der Herꝛ bawet ein Weib auß der Riebe die er von den Menſchen nam. Es braucht der Prophet Moyſes allhie nicht das Wort ſchaffen/ oder machen/ ſondern bawen/ anzuzeigẽ/ daß das Weib ein beſonder Werck ſey/ ja ein Baw vnd Hauß/ darzu dariñ ſich der Mann halten ſolte wie faſt auff gleiche Mynung Syrach redt/ 37. Cap. Daß das Weib deß Manns Neſt vnd Hauß ſey da er in kehren muͤſ⸗ ſe. Ja ſie iſtein ſolcher Baw/ dardurch das Menſchlich geſchlecht muß er⸗ bawer werden. Allhier iſt nun GO Tt der Herꝛ der erſte Brautfuͤhrer/ wie Moyſes ſpricht: Vnd bracht ſie zu jhm/ als ſein Gehuͤlffin vnd Bund⸗ geſellin. Wie empfing ſie dan Adam? wie nimbt er ſie an? Mit allen Frew⸗

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