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Zwe und dreyssig Hochzeitpredigen über Außerlesene Sprüch der Schrifft, Alten und Newn Testaments, bey Fürstlichen, Gräfflichen, Adelichen und anderer vornehmer und Ehrlicher Leute Hochzeitlichen Ehrentagen am SCasslischen und Marpugischen Fürstlichen Höfen, so dann auch bey der Universitet zu Marpug und Giessen gehalten und auff vielfaltiges begeren in Druck gegeben Durch / Johannem Winckelmannumg, der H. Schriff Doctorem und in der Universitet zu Giessen Professorem , Pfarheren daselbsten und des Oberfürstenthumbs Hessen Darmbstatischen theyls Superintendenten
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Vonder Erſten Eheſtifftung. nung Gott der Herꝛ diß Maͤnnlein vnnd Fraͤwlein geſchaffen/ das lehret Moyſes in 2. Cap. Das nemblich Gott den Mann auß einem Erdenklos gemach:/ vnd jhm ein lebendige Seel eingeblaſen/ das Weib aber auß einer Rippen die er vom Menſchen genommen. Diß Maͤnnlein vnd Fraͤwlein hat Gott nicht zur Einſamkeit geſchaffen/ daß ein jeder fuͤr ſich ſelbſt hinge⸗

hen ſoll/ ſondern zur vnauͤffloͤßlichen Gemeinſchafft vnnd Beywohnung/

das durch ſie Anfangs/ vnnd forthin auch durch eheliche Beywohnung ei⸗ nes Maſis vnd Weibs/ die ein Leib ſeyn ſollen/ Matth. 19. Das Menſch⸗ liche Seſchlecht ſoll geziehlet werden/ zu welchen Ende jm Gott einen kraͤffti⸗ gen Segen ſpricht/ der noch auff den heutigen Tag ſeine Krafft hat: Vnd Gott ſegnet ſie/ vnd ſprach: Seydt fruchtbar vnd mehret euch/ vnd fuͤllet die Erden/ vnd macht ſie euch Vnderthan. Darnach ſo ſetzt Gott der Herꝛ den Menſchen zum Herꝛn in der Welt: Herꝛſchet vber

Fiſch im Meer/ vnnd vber Voͤgel vnter dem Him mel/ vnd vber al⸗

les Thier/ daß auff Erden kreucht. Zum Dritten verſorget ſie der Schoͤpffer auch mit Speiß vnnd Nahrung: Sihe/ ſpricht er: Ich gebe euch allerley Kraut/ daß ſich beſaͤmet auff der gantzen Erden/ vnnd

allerley fruchtbare Baͤume/ vnnd Baͤume die ſich beſaͤmen zu

ewer Speiſe/ aller Thier auff Erden/ aller Voͤgel vnter dem Himmel/ vnnd allem Gewuͤrm das da lebet auff Erden/ daß ſie al⸗ lerley gruͤn Kraut eſſen. Alſo hat Gott ein gemeinen Tiſch vnnd Nah⸗ rung bereytet fuͤr Menſchen Thier/ welches vber alles damahls trefflich Guth/ Kraͤfftig vnd Anmuͤhtig geweſen. Was nun Gott alſo beſchloſſen vnnd geredt das iſt alſo geſchehen/ vnnd Gotrt ſahe an alles was er ge⸗ macht hatte/ vnd ſihe/ das war ſehr gut /ꝛc. Er hat ſeinen Luſt an ſeinen

Wercken. Lehr.

8 Ir haben allhie zu betrachten die Wuͤrde den feligen Standt/ 2LOdarinn der Menſch anfangs von Gott geſchafſen. Dann. iſt er erſchaffen nach dem Ebenbild Gottes/ in rechtſchaffener Er⸗ kanntnis Gottes/ groſſer Weißheit vnd Verſtandt/ daß er aller Thier Natur vnd Eygenſchafft/ ja aller Wercke Gottes gewuſt/ wie er dañ allen Thieren nach jhrer Eygenſchafft jhre Namen gegeben/ Geneſ. 2. In b 1 recht⸗

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