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Der Harz : mit großer Übersichtskarte, 21 Routenkarten und Plänen und 4 Panoramen.
Entstehung
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20 Land und Leute.

bares Holz dazwischen, feine Holzkohlen außen herum und nennt diese Vor- richtung denQuandel. Nun wird das Holz angerichtet, 50 100 davon in einem Meiler, vom Quandel ab kreisrund, halbkugelförmig, in der obersten Schicht mit Anlauf nach der Mitte zu. Das Ganze wird mit Fichtenhaake oder Rasen, oft mit beidem, sorgfältig gedeckt und eines Morgens früh durch einen Kanal mit langer Stange, an deren Enden gepichtes Werg oder Birken- rinde befestigt und angezündet ist, an der Unterseite des Quandels in Brand gesetzt. Sobald das Feuer im Quandel hochgegangen ist, wird der Meiler von oben an, je nach dem Vorrücken des Feuers mitStikke, alter Kohlen- erde, beworfen und nun 24 Stunden sich selbst überlassen, unter steter auf- merksamer Beobachtung, damit die Gase nicht die Haube(Decke) abwerfen. Jetzt muß der Meiler(das Ding) von oben hergar werden, und die Kunst besteht darin, durchRäume, eingestochene öffnungen in der Decke, das Feuer so zu teilen, daß mit möglichst geringem Verlust durch Verbrennung möglichst viele und gute Kohlen erzielt werden. Nach Beendigung der Feuerarbeit des weitaus schwierigsten Teiles der Köhlerei wird der Meiler, der nun in der KöhlerspracheKohlenbär heißt, durch Ersticken des Feuers gekühlt, und bei Nacht, um alles Glühende sofort löschen zu können, werden die Kohlengelanzt, aus dem Meiler entfernt. Bei großen Haien pflegen sich die Arbeiten bis in den Oktober, ja bis in den November hinein- zuziehen.

Die Sprache. Der Oberharz ist eine hochdeutsche Sprach- insel(harzfränkisch) inmitten der niederdeutschen Mundart. Im Süden und Osten des Harzes findet man das thüringische Sprachidiom. Im Oberharz herrscht in Zellerfeld, Clausthal, Wildemann und Lautental die fränkische, in Buntenbock, Riefensbeck, Grund der niederdeutsche Dialekt; in Altenau wird niederdeutsch und fränkisch gesprochen, in Andreasberg thü- ringisch. Leider verwischen sich die Dialekte immer mehr.

Geologisches. Die Hauptmasse des Harzes besteht aus Eruptivgesteinen.

Der Harz ist wahrscheinlich das älteste Gebirge Deutsch- lands, da die ältesten Schichten der Erdrinde hier an die Ober- fläche gehoben erscheinen. Die Masse des Harzes besteht aus Grauwackenbildungen. Diese sind an zwei Stellen von Granit durchbrochen, welcher im Brocken und im Rammberge die höchsten Kuppen des Harzes bilden, besonders deutlich aber im Bodetal bei Thale hervortritt, hier Felsen von un- geheuren Dimensionen zeigend. Beide Kernmassen sind von Hornfels und einer Art Blattstein umgeben. Auch Grün- steine mancher Art sind hindurchgebrochen und haben kleine Kuppen oder Riffe gebildet. Aus Quarz-Porphyr besteht der Auerberg bei Stolberg. Dasselbe Gestein tritt bei IIfeld in einer malerischen Gruppe(mit Manganerz) hervor, und bei Sachsa erhebt sich der Porphyr im Ravensberge zu 600 m Höhe. Als der Grauwacke untergeordnet erscheint Quarzit(im Ackerberg und Bruchberg), ferner Kieselschiefer, Alaunschiefer(Goslar und